Ich bin echt traurig, dass Roger Willemsen tot ist. In den allermeisten Fällen finde ich, dass die Menschen ein Recht haben zu sterben wann sie wollen und ich habe seltenstens ein Gefühl des Bedauerns. Aber bei Roger Willemsen ist das anders. Das hat drei Gründe (die mir einfallen):
1. Ich hab jeden Mittwoch versucht pünktlich vor dem Radio zu sitzen, um seine Sendung zu hören (und es fast nie geschafft und musste dann immer im Internet nachhören). Die war einfach exakt das, was meinem Musikgeschmack und meinem Wissenstand entsprach. Das ist die einzige Sendung seit langer langer Zeit die mir wichtig war. Jetzt wird es sie wohl nicht mehr geben. Mist. Kack! Scheiße! Ich hoffe, dass es möglichst bald eine Sammlung aller gemachten Folgen gibt, die ich dann immer hören kann.
Willemsen legt auf
2. Hat er in meinem Kiez gelebt (zuerst auch gewohnt, aber dann ist er irgendwann weg gezogen). Lustigerweise habe ich ihn nie getroffen. Aber alle Ladenbesitzer bei denen ich eingekauft habe (Teeladen und Käseladen) kannten ihn und hielten sehr viel von ihm, weil er so höflich und nett und einfach ein Hanseatischer Jung war. Das mochte ich. Und der Kameramann mit dem wir grad in Südspanien am Strand leben bestätigt, dass der wirklich ein sehr sehr netter Mensch war.
3. Gibt es eine legendäre Folge von Wahrheit oder Pflicht von Charlotte Roche bei der er Gast war. Einmal wählt er Warheit und wird nach Analverkehr gefragt. Er versteht das etwas falsch (das ist aber völlig egal) und erzählt eine seiner Erfahrungen. Diese Schilderung habe ich bis heute quasi ständig präsent im Kopf. Das fand ich so beeindruckend wie der tolle elegante Roger Willemsen auch bei solchen Themen so unfassbar souverän (und ehrlich und auskunftsfreudig) ist.
Glücklicherweise gibt es diese Folge im Internet. Schaut sie Euch an!
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
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Montag, 7. März 2016
Sonntag, 6. März 2016
Youtuber [din rør]
Zwei Empfehlungen. Marvin Magnificent und Jacko Wusch. Zwei echtgroßartige Youtuber.
Hier ist Marvin mit Oskar, der auch ein Youtuber ist.
Hier ist Marvin mit seinen Einkäufen.
Hier ist Jacko.
Hier sind
Marvin und Jacko zusammen zu sehen.
Hier ist Marvin mit Oskar, der auch ein Youtuber ist.
Hier ist Marvin mit seinen Einkäufen.
Hier ist Jacko.
Hier sind
Marvin und Jacko zusammen zu sehen.
Samstag, 9. Januar 2016
Zwischen den Welten [mellem verdener]
Der dreizehnjährige liegt schluchzend in meinen Armen, weil die allerletzte Staffel von The Glades mit einem Cliffhanger endet.
Unerwartet wurde die Serie nach der vierten Staffel abgesetzt, deshalb gibt es keine letzte Folge mit einem vernünftigem Ende.
Jim liegt also blutend am Boden, während seine Freundin auf ihn wartet, weil sie ihn heiraten will. Das ist gemein.
Also gibt es viele zornige und sehr traurige Krokodilstränen.
Dazu – wie schon immer – zwei unterschiedliche Socken an den Füßen.
Die Füße allerdings haben mittlerweile Größe 44. Größer als die Füße vom Papa.
Unglaublich bezauberndes Leben eines dreizehnjährigen.
Unerwartet wurde die Serie nach der vierten Staffel abgesetzt, deshalb gibt es keine letzte Folge mit einem vernünftigem Ende.
Jim liegt also blutend am Boden, während seine Freundin auf ihn wartet, weil sie ihn heiraten will. Das ist gemein.
Also gibt es viele zornige und sehr traurige Krokodilstränen.
Dazu – wie schon immer – zwei unterschiedliche Socken an den Füßen.
Die Füße allerdings haben mittlerweile Größe 44. Größer als die Füße vom Papa.
Unglaublich bezauberndes Leben eines dreizehnjährigen.
Freitag, 8. Januar 2016
Bilderflut [billederoversvømmelse]
Wir haben hier im Blog, links, unter dem Themenblock, jetzt unseren Instagramaccount eingebunden. Auf der Reise ist es einfacher Bilder mit kurzen Sätzen zu posten, als Blogbeiträge. Deshalb könnt ihr dort immer schauen wie es bei uns grad aussieht.
Wir haben uns nach einigem Suchen für iconosquare als Instagramtool entschieden. Uns war wichtig, dass wen man auf das Foto klickt auch wirklich zu Instagram kommt. Andere Anbieter, die Instagrameinbindungen in Blogs zur Verfügung stellen, linken zu ihrer eigenen Oberfläche. Das nervt.
Wir haben uns nach einigem Suchen für iconosquare als Instagramtool entschieden. Uns war wichtig, dass wen man auf das Foto klickt auch wirklich zu Instagram kommt. Andere Anbieter, die Instagrameinbindungen in Blogs zur Verfügung stellen, linken zu ihrer eigenen Oberfläche. Das nervt.
Freitag, 25. Dezember 2015
Wortgewalt [ord kraft]
Es gibt Menschen, die meinen Sprüche seien nur Sprüche. Die benutzen Worte und Aussagen weils grad in der Situation witzig ist. Oder cool.
In Wirklichkeit denken sie ja ganz anders. Aufgeklärt. Emanzipiert. Weltoffen. Respektvoll. Sprüche sind nur Sprüche. Aber Worte, vor allem diejenigen die schon so tief in unserem Wortschatz sitzen, dass sie gar nicht mehr auffallen, haben Macht.
Dazu gibts grad ein Video im Internet:
In Wirklichkeit denken sie ja ganz anders. Aufgeklärt. Emanzipiert. Weltoffen. Respektvoll. Sprüche sind nur Sprüche. Aber Worte, vor allem diejenigen die schon so tief in unserem Wortschatz sitzen, dass sie gar nicht mehr auffallen, haben Macht.
Dazu gibts grad ein Video im Internet:
Sonntag, 20. Dezember 2015
Fynn Kliemann
Der ist wirklich lustig.
Meine Lieblingsvideos: Mauer bauen, Teich bauen, Stimmband-OP...
Das Video mit Fettes Brot finde ich eher mau, weil die Jungs keine Jungs mehr sind. Eher ältere Herren, aber immer noch auf Jungs machen... irgendwie unangenehm....
Ganz informativ ist auch der Mitschnitt von der NDR Talkshow.
Meine Lieblingsvideos: Mauer bauen, Teich bauen, Stimmband-OP...
Das Video mit Fettes Brot finde ich eher mau, weil die Jungs keine Jungs mehr sind. Eher ältere Herren, aber immer noch auf Jungs machen... irgendwie unangenehm....
Ganz informativ ist auch der Mitschnitt von der NDR Talkshow.
Donnerstag, 17. Dezember 2015
Einladung [indbydelse]
Bevor wir in den Süden flüchten, basteln wir alles ums Apfelbaumhaus herum noch so, dass es winterfest ist.
Eine Sache auf der To-Do-Liste war noch einen gemütlichen virtuellen Raum für alle Apfelbaumhausbesucher herzustellen.
Wir versuchen das jetzt mal mit einer Facebookgruppe. Vielleicht bewährt sich das ja.
Falls Ihr uns also virtuell auf einen Milchkaffe & nette Gespräche im Apfelbaumhaus besuchen kommen wollt, hier entlang: Das Apfelbaumhaus bei Facebook.
Eine Sache auf der To-Do-Liste war noch einen gemütlichen virtuellen Raum für alle Apfelbaumhausbesucher herzustellen.
Wir versuchen das jetzt mal mit einer Facebookgruppe. Vielleicht bewährt sich das ja.
Falls Ihr uns also virtuell auf einen Milchkaffe & nette Gespräche im Apfelbaumhaus besuchen kommen wollt, hier entlang: Das Apfelbaumhaus bei Facebook.
Sonntag, 29. November 2015
Musik & Datenkrake [musik & datablæksprutte]
Wir bestellen viel über Amazon. Und seit einiger Zeit haben wir auch einen Amazon-Prime-Account. Wir haben letztes Jahr all unsere DVD´s weg sortiert (und sind immer noch dabei die los zu werden).
Serien und Filme gibts hier nur noch online*. Über Amazon und Youtube.
*Bzw. kann man die Amazonsachen mittlerweile auch herunterladen, um sie offline anzuschauen. Mein uraltes iPad-eins kann das allerdings nicht, weil die neuste App da nicht drauf passt.
Wir hatten vorher eine Weile das Angebot von Amazon mit unseren DVD´s verglichen und als wirklich viele von unseren Serien (z. B. Es war ein Mal der Mensch...) auch bei Amazon im Programm waren haben wir es gewagt umzusteigen.
Das Angebot kostet uns 50 Euro im Jahr.
Dass es bei dem Prime-Dings auch einen besseren/schnelleren Postversand bei Bestellungen dazu gab, fand ich eher frech.
Vor einiger Zeit war es nämlich so, dass die ganz normalen Bestellungen oft am nächsten Tag hier waren. Dann gab es das Prime-Dings und irgendwie brauchten die normalen Bestellungen dann plötzlich länger und nur die Prime-Bestellungen waren am nächsten Tag da. Das ist so ein gemeiner Werbe-/Verkaufstrick: erst etwas umsonst anbieten, um es dann hinterher kostenpflichtig zu machen. Das ist so ähnlich, wie das was Nestlé mit dem Trinkwasser vor hat – finde ich.
Ein lustiger Nebeneffekt ist allerdings, dass wir die Gerüchteküche im Dorf bereichern. Auf den Postsendungen steht jetzt immer PRIOR und die werden eben gesondert behandelt. Die kommen an manchen Tagen sogar mit extra Touren hier an. Einmal, an irgendeinem Spezialtag... Ah ich glaub, das war während des Streiks! Da kam die Postfrau und brachte mir eine Büchersendung. Ich hab sie darauf angesprochen, dass ich froh bin, dass das noch vor dem Streik geklappt hat. Darauf meinte sie, dass sie schon streiken, da wir aber immer Prior haben, kommen sie trotzdem. Und in ihrer Erklärung klang so etwas ehrfürchtiges mit. Jetzt fragen sich die Leute alle, warum wir so wichtig sind, dass unsere Post immer Priorität genießt. Das ist ganz nett.
So, jetzt gibt es bei dem Prime-Dings seit einigen Wochen noch zusätzlich ein Musikangebot. Das ist im Preis mit drin.
Vorgestern habe ich mir das dann mal angeschaut. Bisher hat mich das nicht geködert. Und als ich im Bett lag, mit dem Rechner auf dem Schoß und Luzie zum Einschlafen neben mir, war ich echt erstaunt. Wir haben Traumreisen für Kinder gesucht, weil Luzie so schlecht abschalten kann.
Wir haben auch sofort etwas passendes gefunden. Und dann hab ich Stück für Stück entdeckt, dass dort eine riesige Musikdatenbank zur freien Verfügung befindet.
Ich bin wohl davon ausgegangen, dass da nur minderwertiges Zeug liegt. Aber da gibst wirklich ganz viele meiner Lieblingsmusiker. So lange ich also online bin, kann ich mich da quer durch die Plattensammlung hören. Und angeblich kann man mit der App auf dem iPhone auch Songs runterladen wenn man sie offline hören will. Das muss ich noch ausprobieren.
So richtig verstehe ich das allerdings noch nicht. Jetzt brauche ich ja eigentlich keine Platten mehr kaufen...
Der Haken kommt bestimmt noch. Ich werd es dann berichten. Oder jemand von Euch weiß, wo der Trick ist?
Jetzt kommt das große ABER. Das ganze ist natürlich ein Teil der riesigen, im digitalen Ozean lebenden, Datenkrake. Und da muss man sich entscheiden, wie man dazu steht. Wir haben uns entschieden kein Problem damit zu haben.
Wenn ihr von unserer Seite dort hin geht und dann so ein Probedings abschließt, bekommen wir drei Euro dafür (wovon wir immer Bücher kaufen): Amazon Prime.
Wenn ihr Euch speziell für das Musikangebot interessiert, gehts hier lang: Amazon Musik. Das ist natürlich eigentlich Quatsch, weil man ja eh alles bekommt. Einzeln gibts die Sachen nicht.
Dazu gehört auch noch, dass man pro Monat ein Kindle-e-Book ausleihen kann.
Also es gibt alle diese Sachen für 50 Euro im Jahr.
Dann gibt es auch noch Audible. Da sind wir schon sehr lange Kunden, weshalb wir auch den echt guten Anfangspreis von 15 Euro pro Monat für zwei Hörbücher nach Wahl zahlen. Für uns lohnt sich das total.
Wenn ihr über diesen Link dort hin geht, vermerkt dass System, dass ihr von uns aus gekommen seid und schreibt uns auch hierfür fünf Euro gut: Audible-Probemonat [Digitales Abo].
Für Menschen die auch Prime-Mitglieder sind oder das ausprobieren wollen gibts noch ein Spezialangebot: Audible 3-Monats-Probeabo.
Was auf uns jetzt noch zukommt ist ein teilweiser Umstieg von Papierbüchern zu Bildschirmbüchern. Wir haben schon vor dem letzten Sommer überlegt für die Busreise einen e-reader zu besorgen. Aber ich konnte mich nicht überwinden. Wir sind mit einer Kiste voller Bücher los gefahren. Die Bücher waren sehr schnell durchgelesen und den ganzen Sommer haben wir dann die schwere Kiste durch Europa gefahren. Zwischendrin hatten wir den Plan, die Bücher per Post nach Hause zu schicken. Aber das wäre echt bescheuert teuer gewesen.
Jetzt ist grad der aktuelle Plan, dass jedes Kind ein Firetablet bekommt. Wir werden berichten.
Update: den ersten Knackpunkt haben wir grad bemerkt. Es kann immer nur auf einem Gerät Musik gehört werden. Elvis hat mit dem iPhone Musik gehört, damit war mein Zugang blockiert. Bei den Serien und Filmen ist das anders. Da können die Kinder auf dem iPad Mama Muh schauen, ich auf meinem iPad Perzeption und Elvis auf dem Rechner Vikings. Das ist kein Problem. Das hatte mich überrascht. ich ging davon aus, dass man nur eine Sache zur Zeit schauen kann.... Vielleicht gibts bei der Musik ja noch einen anderen Weg. Wir müssen mal das mit dem herunterladen zum offline hören probieren.
Serien und Filme gibts hier nur noch online*. Über Amazon und Youtube.
*Bzw. kann man die Amazonsachen mittlerweile auch herunterladen, um sie offline anzuschauen. Mein uraltes iPad-eins kann das allerdings nicht, weil die neuste App da nicht drauf passt.
Wir hatten vorher eine Weile das Angebot von Amazon mit unseren DVD´s verglichen und als wirklich viele von unseren Serien (z. B. Es war ein Mal der Mensch...) auch bei Amazon im Programm waren haben wir es gewagt umzusteigen.
Das Angebot kostet uns 50 Euro im Jahr.
Dass es bei dem Prime-Dings auch einen besseren/schnelleren Postversand bei Bestellungen dazu gab, fand ich eher frech.
Vor einiger Zeit war es nämlich so, dass die ganz normalen Bestellungen oft am nächsten Tag hier waren. Dann gab es das Prime-Dings und irgendwie brauchten die normalen Bestellungen dann plötzlich länger und nur die Prime-Bestellungen waren am nächsten Tag da. Das ist so ein gemeiner Werbe-/Verkaufstrick: erst etwas umsonst anbieten, um es dann hinterher kostenpflichtig zu machen. Das ist so ähnlich, wie das was Nestlé mit dem Trinkwasser vor hat – finde ich.
Ein lustiger Nebeneffekt ist allerdings, dass wir die Gerüchteküche im Dorf bereichern. Auf den Postsendungen steht jetzt immer PRIOR und die werden eben gesondert behandelt. Die kommen an manchen Tagen sogar mit extra Touren hier an. Einmal, an irgendeinem Spezialtag... Ah ich glaub, das war während des Streiks! Da kam die Postfrau und brachte mir eine Büchersendung. Ich hab sie darauf angesprochen, dass ich froh bin, dass das noch vor dem Streik geklappt hat. Darauf meinte sie, dass sie schon streiken, da wir aber immer Prior haben, kommen sie trotzdem. Und in ihrer Erklärung klang so etwas ehrfürchtiges mit. Jetzt fragen sich die Leute alle, warum wir so wichtig sind, dass unsere Post immer Priorität genießt. Das ist ganz nett.
So, jetzt gibt es bei dem Prime-Dings seit einigen Wochen noch zusätzlich ein Musikangebot. Das ist im Preis mit drin.
Vorgestern habe ich mir das dann mal angeschaut. Bisher hat mich das nicht geködert. Und als ich im Bett lag, mit dem Rechner auf dem Schoß und Luzie zum Einschlafen neben mir, war ich echt erstaunt. Wir haben Traumreisen für Kinder gesucht, weil Luzie so schlecht abschalten kann.
Wir haben auch sofort etwas passendes gefunden. Und dann hab ich Stück für Stück entdeckt, dass dort eine riesige Musikdatenbank zur freien Verfügung befindet.
Ich bin wohl davon ausgegangen, dass da nur minderwertiges Zeug liegt. Aber da gibst wirklich ganz viele meiner Lieblingsmusiker. So lange ich also online bin, kann ich mich da quer durch die Plattensammlung hören. Und angeblich kann man mit der App auf dem iPhone auch Songs runterladen wenn man sie offline hören will. Das muss ich noch ausprobieren.
So richtig verstehe ich das allerdings noch nicht. Jetzt brauche ich ja eigentlich keine Platten mehr kaufen...
Der Haken kommt bestimmt noch. Ich werd es dann berichten. Oder jemand von Euch weiß, wo der Trick ist?
Jetzt kommt das große ABER. Das ganze ist natürlich ein Teil der riesigen, im digitalen Ozean lebenden, Datenkrake. Und da muss man sich entscheiden, wie man dazu steht. Wir haben uns entschieden kein Problem damit zu haben.
Wenn ihr von unserer Seite dort hin geht und dann so ein Probedings abschließt, bekommen wir drei Euro dafür (wovon wir immer Bücher kaufen): Amazon Prime.
Wenn ihr Euch speziell für das Musikangebot interessiert, gehts hier lang: Amazon Musik. Das ist natürlich eigentlich Quatsch, weil man ja eh alles bekommt. Einzeln gibts die Sachen nicht.
Dazu gehört auch noch, dass man pro Monat ein Kindle-e-Book ausleihen kann.
Also es gibt alle diese Sachen für 50 Euro im Jahr.
Dann gibt es auch noch Audible. Da sind wir schon sehr lange Kunden, weshalb wir auch den echt guten Anfangspreis von 15 Euro pro Monat für zwei Hörbücher nach Wahl zahlen. Für uns lohnt sich das total.
Wenn ihr über diesen Link dort hin geht, vermerkt dass System, dass ihr von uns aus gekommen seid und schreibt uns auch hierfür fünf Euro gut: Audible-Probemonat [Digitales Abo].
Für Menschen die auch Prime-Mitglieder sind oder das ausprobieren wollen gibts noch ein Spezialangebot: Audible 3-Monats-Probeabo.
Was auf uns jetzt noch zukommt ist ein teilweiser Umstieg von Papierbüchern zu Bildschirmbüchern. Wir haben schon vor dem letzten Sommer überlegt für die Busreise einen e-reader zu besorgen. Aber ich konnte mich nicht überwinden. Wir sind mit einer Kiste voller Bücher los gefahren. Die Bücher waren sehr schnell durchgelesen und den ganzen Sommer haben wir dann die schwere Kiste durch Europa gefahren. Zwischendrin hatten wir den Plan, die Bücher per Post nach Hause zu schicken. Aber das wäre echt bescheuert teuer gewesen.
Jetzt ist grad der aktuelle Plan, dass jedes Kind ein Firetablet bekommt. Wir werden berichten.
Update: den ersten Knackpunkt haben wir grad bemerkt. Es kann immer nur auf einem Gerät Musik gehört werden. Elvis hat mit dem iPhone Musik gehört, damit war mein Zugang blockiert. Bei den Serien und Filmen ist das anders. Da können die Kinder auf dem iPad Mama Muh schauen, ich auf meinem iPad Perzeption und Elvis auf dem Rechner Vikings. Das ist kein Problem. Das hatte mich überrascht. ich ging davon aus, dass man nur eine Sache zur Zeit schauen kann.... Vielleicht gibts bei der Musik ja noch einen anderen Weg. Wir müssen mal das mit dem herunterladen zum offline hören probieren.
Donnerstag, 26. November 2015
Gute Musik die was zu sagen hat [god musik som har noget at sige]
Ich weiß manchmal nicht mehr, ob ich etwas schon hier verlinkt habe oder nicht. Bei richtig guten Sachen macht das ja nichts. Doppelt hält besser...
Mittwoch, 25. November 2015
Die Anstalt [institutionen]
Die Folge wurde zeitweise gesperrt, weil die Zeitungsmenschen über die ab Minute 36 gesprochen wurde, das so wollten...
Montag, 23. November 2015
Freitag, 20. November 2015
Flucht [flugt]
Jetzt kommt ein schweres Thema. Ich mag es nicht aus dem Weblog ausklammern, da es mich sehr betrifft.
Ich habe eine Woche in einer Notunterkunft für Flüchtlinge gearbeitet. Am Ende bin ich an zwei unprofessionellen ASB-Mitarbeitern gescheitert. Ich überlege noch, ob ich genauer darüber berichten möchte.
Die Arbeit mit den Bewohnern dort, mit den allermeisten Mitarbeitern und Helfern, mit den zuständigen Polizisten (die kamen immer nachts als Streife durchs Haus) und mit dem Wachsschutz war ganz großartig.
Als Psychologin hat man immer wieder die selbe Gesprächssituation: "Ach echt, Du bist Psychologin?", "Ja.", "Ich wollte schon länger mal mit einem Psychologen sprechen, weil...". So habe ich nur einer Woche die Gedanken und Sorgen von sehr sehr vielen Menschen gehört und geteilt. Und konnte vielen helfen.
Dass es aber in vielen Bereichen nicht um die tatsächliche Arbeitsleistung geht, sondern nur um Revierpinkelei, Stutenbissigkeit, Kompetenzgerangel, Lästereien, Statusgehabe etc., war mir natürlich theoretisch bekannt, aber so richtig in voller Blüte habe ich das noch nicht erlebt. Bis zur letzten Woche.
Ein Gespräch mit einem befreundeten Mediator ergab dann, dass es tatsächlich Menschen gibt, die auf deeskalierendes, defensives, zugewandtes, wertschätzendes Verhalten mit nur noch mehr Aggression reagieren.
Das war aber jetzt nur mein persönlicher Hintergrund zu diesem Posting. Ich lebe mit meinen eigenen Vorurteilen, die ich von Zeit zu Zeit versuche aufzuräumen und manchmal wird mir in Situationen bewusst, wie doof manche meiner Ideen sind. Zur Zeit begegne ich vielen Aussagen, die mit ein wenig Erklärungen so nicht geäussert werden würden.
Ich habe zwei Wahrheiten, die in meinem Kopf immer über allen Gedanken schweben. Die erste ist: kein Krieg wird wegen Religionen geführt. Der einzige Grund aus dem Kriege geführt werden ist Macht. Sowohl die christlichen Missionare in Afrika, als auch die Terroristen die sich auf den Islam beziehen, wollen Macht. Beziehungsweise die Drahtzieher dieser Kriege. Es geht also immer nur um Macht. Bei den Kriegen im Nahen Osten, ist Oel das wichtigste Machtmittel. Wer das Oel hat, hat die Macht (über die Welt). Mein Papa sieht das übrigens anders. Er sieht sehr wohl auch in der Religion einen Grund für Kriege.
Die zweite Wahrheit die immer mitschwimmt wenn es in meinem Kopf arbeitet ist: es ist alles noch viel komplizierter!
Es gibt leider kein Gut und Böse und ganz eindeutige eindimensionale Verhältnisse.
Diese Wahrheit äußert sich übrigens immer in einem Zitat aus dem ganz großartigen Film Eagle vs. Shark. Da sagt Jarrod irgendwann mal: I´m so complex!
Tatsächlich haben die unfassbar hohen GEZ-Zwangsabgaben, einige wenige gute Ergebnisse. So zum Beispiel viele Beiträge von "Die Anstalt" im ZDF. Da hatte ich schon öfter erfreuliche Wissenzugewinnsituationen.
Und deshalb mag ich hier ein paar der Beiträge zeigen. Jetzt zum Beispiel den über die Kriegstreiberei der westlichen Staaten im Nahen Osten. Ja, auch das ist eine Vereinfachung. Und bestimmt wissen die meisten Leser hier über die Grundzüge bescheid. Und ganz bestimmt gibt es auch hier Menschen, die es anders sehen. Aber das ist ja okay.
Ich habe eine Woche in einer Notunterkunft für Flüchtlinge gearbeitet. Am Ende bin ich an zwei unprofessionellen ASB-Mitarbeitern gescheitert. Ich überlege noch, ob ich genauer darüber berichten möchte.
Die Arbeit mit den Bewohnern dort, mit den allermeisten Mitarbeitern und Helfern, mit den zuständigen Polizisten (die kamen immer nachts als Streife durchs Haus) und mit dem Wachsschutz war ganz großartig.
Als Psychologin hat man immer wieder die selbe Gesprächssituation: "Ach echt, Du bist Psychologin?", "Ja.", "Ich wollte schon länger mal mit einem Psychologen sprechen, weil...". So habe ich nur einer Woche die Gedanken und Sorgen von sehr sehr vielen Menschen gehört und geteilt. Und konnte vielen helfen.
Dass es aber in vielen Bereichen nicht um die tatsächliche Arbeitsleistung geht, sondern nur um Revierpinkelei, Stutenbissigkeit, Kompetenzgerangel, Lästereien, Statusgehabe etc., war mir natürlich theoretisch bekannt, aber so richtig in voller Blüte habe ich das noch nicht erlebt. Bis zur letzten Woche.
Ein Gespräch mit einem befreundeten Mediator ergab dann, dass es tatsächlich Menschen gibt, die auf deeskalierendes, defensives, zugewandtes, wertschätzendes Verhalten mit nur noch mehr Aggression reagieren.
Das war aber jetzt nur mein persönlicher Hintergrund zu diesem Posting. Ich lebe mit meinen eigenen Vorurteilen, die ich von Zeit zu Zeit versuche aufzuräumen und manchmal wird mir in Situationen bewusst, wie doof manche meiner Ideen sind. Zur Zeit begegne ich vielen Aussagen, die mit ein wenig Erklärungen so nicht geäussert werden würden.
Ich habe zwei Wahrheiten, die in meinem Kopf immer über allen Gedanken schweben. Die erste ist: kein Krieg wird wegen Religionen geführt. Der einzige Grund aus dem Kriege geführt werden ist Macht. Sowohl die christlichen Missionare in Afrika, als auch die Terroristen die sich auf den Islam beziehen, wollen Macht. Beziehungsweise die Drahtzieher dieser Kriege. Es geht also immer nur um Macht. Bei den Kriegen im Nahen Osten, ist Oel das wichtigste Machtmittel. Wer das Oel hat, hat die Macht (über die Welt). Mein Papa sieht das übrigens anders. Er sieht sehr wohl auch in der Religion einen Grund für Kriege.
Die zweite Wahrheit die immer mitschwimmt wenn es in meinem Kopf arbeitet ist: es ist alles noch viel komplizierter!
Es gibt leider kein Gut und Böse und ganz eindeutige eindimensionale Verhältnisse.
Diese Wahrheit äußert sich übrigens immer in einem Zitat aus dem ganz großartigen Film Eagle vs. Shark. Da sagt Jarrod irgendwann mal: I´m so complex!
Tatsächlich haben die unfassbar hohen GEZ-Zwangsabgaben, einige wenige gute Ergebnisse. So zum Beispiel viele Beiträge von "Die Anstalt" im ZDF. Da hatte ich schon öfter erfreuliche Wissenzugewinnsituationen.
Und deshalb mag ich hier ein paar der Beiträge zeigen. Jetzt zum Beispiel den über die Kriegstreiberei der westlichen Staaten im Nahen Osten. Ja, auch das ist eine Vereinfachung. Und bestimmt wissen die meisten Leser hier über die Grundzüge bescheid. Und ganz bestimmt gibt es auch hier Menschen, die es anders sehen. Aber das ist ja okay.
Mittwoch, 18. November 2015
Terrorismus [terrorisme]
Warum man lieber von Daesh sprechen sollte, statt von IS:
Die Organisation nannte sich bis Ende Juni 2014 „Islamischer Staat im Irak und in Syrien“ (arabisch الدولة الإسلامية في العراق والشام , DMG ad-daula al-islāmiyya fī l-ʿIrāq wa-š-Šām; auch als „… in der Levante“ oder „… in Großsyrien“ übersetzbar), wovon sich auch die gebräuchlichen Abkürzungen ISIS, ISIL und ISIG ableiten. Als namenspolitisch motivierte Fremdbezeichnung wird die aus den arabischen Anfangsbuchstaben abgeleitete und im arabischen Sprachgebiet verbreitete, eher negativ konnotierte Abkürzung Daesh (داعش, DMG dāʿiš, auch in den Schreibweisen Daesch bzw. Daaish) inzwischen auch in anderen Sprachen verwendet. Damit soll der im Islam positiv konnotierten Eigenbezeichnung der Organisation bewusst entgegengetreten und eine direkte Assoziation mit dem Islam vermieden werden.
Das wird einem sehr deutlich klar, wenn man die Bundeskanzlerin im Radio (sinngemäß) sagen hört: erstes und oberstes Ziel muss jetzt der Kampf gegen den Islamischen Staat sein.
Hört die sich eigentlich selbst zu und weiß wie das klingt was sie da sagt?
Mal abgesehen davon, dass ich sie nie gewählt habe und das auch nie tun werde, sagt sie aber auch eine Menge guter Sachen zur Zeit. Ich bin manchmal ganz erstaunt, was da aus dem Radio oder Computer kommt...
Zum Beispiel hier: Video bei Facebook.
Montag, 21. September 2015
Zurück [tilbage]
Wir sind wieder hier.
Vier Tage mit einer Flut an Informationen. Seit Pelle auf der Welt ist versuche ich konkrete Informationen zum Freilernen in Deutschland zu bekommen. Vor acht Jahren am Computer in Hamburg habe ich nichts dazu gefunden. Es gab nur grob beschreibende Berichte. Die Neubronners waren zu der Zeit oft im Fernsehen. Aber ich konnte keinen konkreten Handlungsanweisungen, Tips oder eben Menschen die genau das tun was ich auch vor hatte, finden. Es gab nur nebulöse Halbaussagen und ein paar echte Fehlinformationen.
An der Freien Schule habe ich dann das erste mal eine Familie getroffen, die das tatsächlich gemacht haben. Immer wieder mal habe ich dann Menschen kennengelernt die ihren Kindern ein Leben ohne Schule ermöglicht haben. Ich hab immer versucht so viel Informationen wie möglich zu bekommen.
Nicht über das Lernen oder so. Da weiß ich, dass das einfach passiert und kenne meine Grenzen, Wünsche und Kompetenzen. Da bin ich sehr gut versorgt.
Aber eben die ganz konkrete praktische Umsetzung: Schulbehörde, Jugendamt, Meldebehörde, KFZ-Zulassungsstelle, Krankenkasse, Finanzamt u.s.w.
Es gab keine echten Infos. Und keine Kontakte zu anderen Familien. Zum einen liegt das daran, dass alle so unterschiedlich sind. Deshalb gibt es wenig allgemein gültige Ratschläge. Dann sind die Freilernerfamilien auch meist wirklich sehr beschäftigt. Es gibt zwar viele Versuche im Internet, diese Familien zu versammeln, aber so richtig gut klappt das nicht. Seit ein paar Jahren gibt es zumindest immer mehr Familien die Blogs schreiben. So kann man zumindest die individuellen Wege ein bisschen mitverfolgen. Wobei natürlich alles nicht legale meist ausgespart wird.
Unser Sommer in Portugal bot zum allerersten mal wirklich ein reichhaltiges Angebot an Geschichten und Informationen. Wir haben viele Familien kennengelernt, die sich Zeit genommen haben, uns ihr Leben zu zeigen und meine vielen Fragen beantwortet haben.
Nachdem ich im Winter diesen Jahres, wegen unserem Gerichtstermin und der angedrohten teilweisen Sorgerechtsentziehung, einen Haufen wichtiger Informationen selber zusammen gesammelt habe, war der Sommer mit den vielen Erfahrungsberichten jetzt quasi der zweite Lernblock.
Der Sommer hatte aber die Überschrift "wie ist Freilernen in Verbindung mit Auswandern nach Portugal möglich".
Da war das Schulfreifestival jetzt wieder ganz anders. Wir konnten vier Tage lang mit 450 anderen Menschen die ganze Vielfalt der Freilernermöglichkeiten von deutschen Familien besprechen.
Unser Anwalt war auch dort und hat einen Vortrag gehalten. Das Festival glich einem Kliententreffen von ihm.
Luzie hat einen Stick-Workshop angeboten. Schon als wir am Donnerstag ankamen, warteten Interessenten auf sie. Wir packten das Material aus und schwupps, waren alle ganz entspannt dabei und nebenher gab es die ersten sehr informativen Gespräche. Das war ganz großartig. Die gesamten vier Tage waren immer Menschen mit den Stickrahmen beschäftigt und haben ganz viele unterschiedliche Dinge gestickt und sich ausgetauscht über die Techniken und eben nebenher Gespräche über das Freilernerleben geführt. Das Sticken erzeugt so eine angenehme Tiefenentspannung, das war echt schön. Vor allem weil ich das so nicht wusste oder geplant hatte.
Luzie hatte auch sehr schnell eine Kollegin, die nach kurzer Anlernphase direkt eingestellt wurde.
Vier Tage mit einer Flut an Informationen. Seit Pelle auf der Welt ist versuche ich konkrete Informationen zum Freilernen in Deutschland zu bekommen. Vor acht Jahren am Computer in Hamburg habe ich nichts dazu gefunden. Es gab nur grob beschreibende Berichte. Die Neubronners waren zu der Zeit oft im Fernsehen. Aber ich konnte keinen konkreten Handlungsanweisungen, Tips oder eben Menschen die genau das tun was ich auch vor hatte, finden. Es gab nur nebulöse Halbaussagen und ein paar echte Fehlinformationen.
An der Freien Schule habe ich dann das erste mal eine Familie getroffen, die das tatsächlich gemacht haben. Immer wieder mal habe ich dann Menschen kennengelernt die ihren Kindern ein Leben ohne Schule ermöglicht haben. Ich hab immer versucht so viel Informationen wie möglich zu bekommen.
Nicht über das Lernen oder so. Da weiß ich, dass das einfach passiert und kenne meine Grenzen, Wünsche und Kompetenzen. Da bin ich sehr gut versorgt.
Aber eben die ganz konkrete praktische Umsetzung: Schulbehörde, Jugendamt, Meldebehörde, KFZ-Zulassungsstelle, Krankenkasse, Finanzamt u.s.w.
Es gab keine echten Infos. Und keine Kontakte zu anderen Familien. Zum einen liegt das daran, dass alle so unterschiedlich sind. Deshalb gibt es wenig allgemein gültige Ratschläge. Dann sind die Freilernerfamilien auch meist wirklich sehr beschäftigt. Es gibt zwar viele Versuche im Internet, diese Familien zu versammeln, aber so richtig gut klappt das nicht. Seit ein paar Jahren gibt es zumindest immer mehr Familien die Blogs schreiben. So kann man zumindest die individuellen Wege ein bisschen mitverfolgen. Wobei natürlich alles nicht legale meist ausgespart wird.
Unser Sommer in Portugal bot zum allerersten mal wirklich ein reichhaltiges Angebot an Geschichten und Informationen. Wir haben viele Familien kennengelernt, die sich Zeit genommen haben, uns ihr Leben zu zeigen und meine vielen Fragen beantwortet haben.
Nachdem ich im Winter diesen Jahres, wegen unserem Gerichtstermin und der angedrohten teilweisen Sorgerechtsentziehung, einen Haufen wichtiger Informationen selber zusammen gesammelt habe, war der Sommer mit den vielen Erfahrungsberichten jetzt quasi der zweite Lernblock.
Der Sommer hatte aber die Überschrift "wie ist Freilernen in Verbindung mit Auswandern nach Portugal möglich".
Da war das Schulfreifestival jetzt wieder ganz anders. Wir konnten vier Tage lang mit 450 anderen Menschen die ganze Vielfalt der Freilernermöglichkeiten von deutschen Familien besprechen.
Unser Anwalt war auch dort und hat einen Vortrag gehalten. Das Festival glich einem Kliententreffen von ihm.
Luzie hat einen Stick-Workshop angeboten. Schon als wir am Donnerstag ankamen, warteten Interessenten auf sie. Wir packten das Material aus und schwupps, waren alle ganz entspannt dabei und nebenher gab es die ersten sehr informativen Gespräche. Das war ganz großartig. Die gesamten vier Tage waren immer Menschen mit den Stickrahmen beschäftigt und haben ganz viele unterschiedliche Dinge gestickt und sich ausgetauscht über die Techniken und eben nebenher Gespräche über das Freilernerleben geführt. Das Sticken erzeugt so eine angenehme Tiefenentspannung, das war echt schön. Vor allem weil ich das so nicht wusste oder geplant hatte.
Luzie hatte auch sehr schnell eine Kollegin, die nach kurzer Anlernphase direkt eingestellt wurde.
Pelle und Elvis kamen am Samstag nach und haben einen Workshop zum Thema Freilerner Digital angeboten. Wir hatten alle Geräte, Programme und Apps, die wir in den letzten Jahren getestet und für gut befunden haben, dabei.
Beide Workshops werden wir nächstes Jahr wieder anbieten. Das war wirklich gut. Einer meiner Hauptgedanken war, dass ich es eine wichtige Erfahrung für die Kinder finde, sich selbst als kompetent und 'Teil des Ganzen' und eben nicht nur als Konsument zu erleben. Pelle hat seinen Job als Workshopanbieter auch echt gut gemacht, sich dann aber auch noch ein anderes Aufgabenfeld gesucht und mit zwei Freunden zusammen die Bar übernommen. Luzie ist in ihrem Stickworkshop geblieben und fühlte sich da sehr verbunden und verpflichtet, so dass ich sie ab und an ganz offiziell freistellen musste, damit sie auch guten Gewissens an anderen Angeboten teilnehmen konnte. Eigentlich war ihr Workshop nur für zwei Stunden pro Tag geplant, aber es wurde eben die ganze Zeit gestickt.
In dem Text tauchen jetzt Variationen des Wortes 'Information' extrem gehäuft auf. Aber genau so waren Portugal und das Freilernerfestival auch. Jahrelang gab es nur Wasser und jetzt wurden wir quasi mit Saftkonzentrat übergossen.
Freitag, 14. August 2015
Neue Welt [nye verden]
Ich mag dem Herrn Dueck gerne zuhören (bis auf sein Geschnaufe, das irritiert mich. Genau wie Saxophonspieler im Jazz, bei denen man die Atemzüge hört). Entdeckt habe ich ihn bei der re:publica. Aber es gibt noch ganz viele tolle Vorträge von ihm ausserhalb. Zum Beispiel den, unter diesem Absatz. In der Mitte ungefähr redet er auch über seinen eigenen Sohn. Und somit über die Generation, die wesentlich unbefangener mit den sozialen Netzwerken umgeht als die Leute die so alt sind wie ich. Und er redet über die Zukunft und die mögliche Gegenwart. Und das ist spannend.
Das ist der Vortrag bei der diesjährigen republica:
Das ist der Vortrag bei der diesjährigen republica:
Mittwoch, 5. August 2015
Kinder im Netz III [børn på nettet III]
"Wir fordern Respekt vor digitaler Kultur."
Das sagten Tanja und Johnny Haeusler auf der diesjährigen re:publica in ihrem Vortrag, in dem sie die tincon vorstellten.
Ich habe Euch im letzten Kinder im Netz Post ein Video von klicksafe gezeigt. Das Video finde ich immer noch – auch nach zehn Jahren – großartig. Andere Beiträge des Vereins finde ich problematisch. Da gibt es Aussagen die, zumindest für unsere aufgeklärten, gut versorgten Bildungsbürgertumkinder einfach Quatsch sind.
Zum Beispiel die Anspielungen darauf, dass wer im Netz lebt, in der realen Welt aufhört zu existieren, oder anderweitig Probleme hat. Das mag für allein gelassene, tageintagaus Chips-vor-dem-Rechner-essende Halbwüchsige stimmen. Und ich verstehe auch die Botschaft des Vereins.
Aber es gibt auch die anderen.
Und es tut Eltern (und deren Kindern) einfach gut sich die Beiträge von Tanja und Johnny anzuschauen oder ihr Buch Netzgemüse (Amazonlink) zu lesen.
Für 2016 haben die Haeuslers also die tincon organisiert. Das ist eine Konferenz für Jugendliche Netzmenschen. Wir werden versuchen Pelle nach Berlin zu fahren nächstes Jahr. Vielleicht gibts ja dann eine Elternbetreuung bei der Konferenz, wo es doch mit der Kinderbetreuung bei der re:publica auch schon fast geklappt hat...
Montag, 27. Juli 2015
Kinder im Netz II [børn på nettet II]
Damals... als Pelle noch winzig war und ich Medienpsychologie studierte, war für mich klar: es wird nur einen internetfähigen Rechner in der Familienküche geben. Eigenen Internetzugang gibts erst mit 16 Jahren. Ein Kind unbegleitet ins Internet zu lassen ist als würde man die auf die Reeperbahn zum Spielen lassen.
Sehr schön dazu auch dieses Filmchen von Klicksafe:
Der Film ist mittlerweile 10 Jahre alt. Und immer noch finde ich, dass er genau das beschreibt was ich Eltern mitgeben möchte.
Und ich stehe auch immer noch zu 100% zu meiner damaligen Aussage.
Tja... das Problem ist nur, Pelle hat seit seinem 11. Geburtstag bereits ein iPhone. Aber wer konnte denn auch 2005 ahnen, wie die Welt heute aussieht. Dass Preteens das Internet in der Hosentasche mit sich rum tragen, war vor zehn Jahren für mich undenkbar.
Ich glaube das allerwichtigste ist nach wie vor für die Kinder da zu sein. Ihnen immer zur Verfügung zu stehen, wenn sie etwas besprechen wollen. Am Ball zu bleiben. Nicht aufdringlich bitte. Aber verlässlich.
Wir können nicht jeden Schritt von Pelle im Internet begleiten. Das ist heute unmöglich. Um so wichtiger ist es informiert zu sein und reagieren zu können wenn etwas merkwürdig ist.
Vorletzten Monat durften wir dann eine Mobiltelefonrechnung von 60 Euro und eine eben so hohe Festnetztelefonrechnung bezahlen, weil Pelle das mit den Flatrates missverstanden hatte. Lehrgeld.
Sehr schön dazu auch dieses Filmchen von Klicksafe:
Der Film ist mittlerweile 10 Jahre alt. Und immer noch finde ich, dass er genau das beschreibt was ich Eltern mitgeben möchte.
Und ich stehe auch immer noch zu 100% zu meiner damaligen Aussage.
Tja... das Problem ist nur, Pelle hat seit seinem 11. Geburtstag bereits ein iPhone. Aber wer konnte denn auch 2005 ahnen, wie die Welt heute aussieht. Dass Preteens das Internet in der Hosentasche mit sich rum tragen, war vor zehn Jahren für mich undenkbar.
Ich glaube das allerwichtigste ist nach wie vor für die Kinder da zu sein. Ihnen immer zur Verfügung zu stehen, wenn sie etwas besprechen wollen. Am Ball zu bleiben. Nicht aufdringlich bitte. Aber verlässlich.
Wir können nicht jeden Schritt von Pelle im Internet begleiten. Das ist heute unmöglich. Um so wichtiger ist es informiert zu sein und reagieren zu können wenn etwas merkwürdig ist.
Vorletzten Monat durften wir dann eine Mobiltelefonrechnung von 60 Euro und eine eben so hohe Festnetztelefonrechnung bezahlen, weil Pelle das mit den Flatrates missverstanden hatte. Lehrgeld.
Freitag, 17. Juli 2015
LeFloid [lefloid]
Kennt Ihr LeFloid?
Der kommentiert aktuelles Geschehen in seinem Youtubekanal, fordert seine Zuschauer immer zum Dialog auf und stellt sich diesem dann auch zuverlässig.
Hier ein Beispiel (das ist erst was für Teens oder Preteens, da er durchaus auch schwierige Themen anspricht):
Ich mag den. Auch wenn er an manchen Punkten eine andere Meinung hat als ich. Ich werde Pelle das empfehlen. Unsere Kinder sollen ja auch nicht nur unsere Meinung wiederkäuen - das wäre ja schrecklich. Und bei LeFloid bekommt der Zuschauer, mal eben einige Themen kurz und knapp serviert. Danach gibts bestimmt spannende Gespräche am Familientisch.
Schaut Euch ruhig noch ein paar seiner Videos an.
Und dann, dieses hier. Das ist von der republica letztes Jahr:
Lustig, oder? Der heißt in echt Florian Mundt und ist angehender Psychologe. Und durchaus schlau und kann auch ganz normal reden.
Warum ist es wertvoll für (ältere) Kinder ihm zu zuhören? Das beantworteten Johnny und Tanja Haeusler in ihrem Vortrag über die TINCON auf der diesjährigen republica. Es ist IMMER wichtig Informationen aus erster Hand zu bekommen. Deshalb sind Youtuber, die von ihren eigenen Erfahrungen im Internet oder mit Computerspielen berichten, viel authentischer als irgendwelche Lehrer, die mal eine einwöchige Fortbildung zum Thema Medienkompetenz absolviert haben.
Ich habe vorletztes Jahr einen Vortrag von Jemandem gehört, der kürzlich in der Gegend um Tschernobyl war. Er hat eine Menge Fotos gezeigt und Geschichten erzählt. Das war gruselig. Das hat mir Gänsehaut gemacht. Und war viel eindrücklicher und damit wertvoller als alle Projektwochen zusammen die ich je in der Gesamtschule erlebt habe.
Informationen aus erster Hand eben.
Jetzt kam es dazu, dass die PR-Leute um Frau Merkel herum, beschlossen haben auch mal Kontakt zu den jungen Menschen in Deutschland auf zu nehmen. Und dafür haben sie sich LeFloid ausgesucht.
Hier jetzt also sein Interview mit Frau Merkel.
Da kann man sich jetzt einige Gedanken zu machen. Sich wundern, ärgern, über den einen oder die andere. Ich habe viele Reaktionen zu dem Interview gelesen. Und die beste – für mich – ist die von Johnny Haeusler in der WIRED: Ärgert Euch nicht über LeFloids fragen – ärgert Euch über Merkels Antworten! und seine Ergänzungen in seinem eigenen Blog Spreeblick.
Der kommentiert aktuelles Geschehen in seinem Youtubekanal, fordert seine Zuschauer immer zum Dialog auf und stellt sich diesem dann auch zuverlässig.
Hier ein Beispiel (das ist erst was für Teens oder Preteens, da er durchaus auch schwierige Themen anspricht):
Ich mag den. Auch wenn er an manchen Punkten eine andere Meinung hat als ich. Ich werde Pelle das empfehlen. Unsere Kinder sollen ja auch nicht nur unsere Meinung wiederkäuen - das wäre ja schrecklich. Und bei LeFloid bekommt der Zuschauer, mal eben einige Themen kurz und knapp serviert. Danach gibts bestimmt spannende Gespräche am Familientisch.
Schaut Euch ruhig noch ein paar seiner Videos an.
Und dann, dieses hier. Das ist von der republica letztes Jahr:
Lustig, oder? Der heißt in echt Florian Mundt und ist angehender Psychologe. Und durchaus schlau und kann auch ganz normal reden.
Warum ist es wertvoll für (ältere) Kinder ihm zu zuhören? Das beantworteten Johnny und Tanja Haeusler in ihrem Vortrag über die TINCON auf der diesjährigen republica. Es ist IMMER wichtig Informationen aus erster Hand zu bekommen. Deshalb sind Youtuber, die von ihren eigenen Erfahrungen im Internet oder mit Computerspielen berichten, viel authentischer als irgendwelche Lehrer, die mal eine einwöchige Fortbildung zum Thema Medienkompetenz absolviert haben.
Ich habe vorletztes Jahr einen Vortrag von Jemandem gehört, der kürzlich in der Gegend um Tschernobyl war. Er hat eine Menge Fotos gezeigt und Geschichten erzählt. Das war gruselig. Das hat mir Gänsehaut gemacht. Und war viel eindrücklicher und damit wertvoller als alle Projektwochen zusammen die ich je in der Gesamtschule erlebt habe.
Informationen aus erster Hand eben.
Jetzt kam es dazu, dass die PR-Leute um Frau Merkel herum, beschlossen haben auch mal Kontakt zu den jungen Menschen in Deutschland auf zu nehmen. Und dafür haben sie sich LeFloid ausgesucht.
Hier jetzt also sein Interview mit Frau Merkel.
Da kann man sich jetzt einige Gedanken zu machen. Sich wundern, ärgern, über den einen oder die andere. Ich habe viele Reaktionen zu dem Interview gelesen. Und die beste – für mich – ist die von Johnny Haeusler in der WIRED: Ärgert Euch nicht über LeFloids fragen – ärgert Euch über Merkels Antworten! und seine Ergänzungen in seinem eigenen Blog Spreeblick.
Donnerstag, 16. Juli 2015
In den Weltraum [i rummet]
Alexander Gerst hat einen wirklich spannenden Vortrag bei der re:publica gehalten.
Samstag, 11. Juli 2015
Kinder im Netz [børn på nettet]
Bei Johnny Häusler gab es letztens ein Gespräch darüber, ob und wenn ja, wie wir unsere Kinder mit ins Netz nehmen. Da gab es Leute die Fotos von ihren Kindern nur ohne Gesicht zeigen, welche die ihre Kinder nie zeigen, welche die ihre Kinder nicht erwähnen usw.
Es ging um die Selbstbestimmtheit der Kinder. Welche Babyfotos sich in 20 Jahren noch finden lassen, wenn die gerade in den Vorstand bei Mercedes-benz gewählt wurden und ähnliches.
Eine Möglichkeit fehlte aber. Unsere. Ich bleibe einfach im Netz mit der gesamten Familie anonym. Wir zeigen völlig frei alle möglichen Bilder von uns und unseren Kindern. So lange die nicht im Zusammenhang mit den Klarnamen der Kinder oder uns auftauchen, kann auch niemand die Babyfotos von Pelle finden.
Dass das noch nicht hundert prozent funktioniert, liegt daran, dass auch wir anders angefangen haben. Natürlich kann Jemand der ein bisschen was weiß, schnell unsere echten Namen heraus finden und diese in Zusammenhang mit den Gesichtern auf den Fotos bringen. Das muss mir jetzt auch niemand beweisen. Aber für die Zukunft ist genau das unser Plan und auch das was wir unseren Kindern im Moment sagen. Die Netzperson ist ein Pseudonym und sollte nur sehr schwer mit der Person im echten Leben in Verbindung gebracht werden können.
Ich hab dafür mehrere Ichs.
Ich will hier jetzt auch gar nicht die Diskussion aus Johnnys Blog weiter führen, ich wollte nur unsere Version ergänzen.
Und ich stelle natürlich nie Bilder ins Netz ohne das Einverständnis der abgebildeten Person.
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