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Freitag, 8. Januar 2016

Unser Baum [vores træ]

Wir haben den größten Weihnachtsbaum aller Zeiten.
3,80 m.
Eine wunderschöne Nordmanntanne.

Ich bin seit wir hier auf dem Land leben übrigens auch wieder ganz geheilt von dem schlechten Gewissen, welches ich als Städterin beim Anblick von Weihnachtsbäumen entwickelt hatte.

Als unsere erste Holzlieferung für die Öfen hier im Haus auf unseren Hof gekippt wurde, habe ich realisiert was da nur für ein bisschen Wärme geopfert werden muss. Wir haben hier im Winter immer zwischen 15 und 18 Grad im Haus. Wir haben nur drei kleine Öfen. Das Energiegutachten hat ergeben, dass wir weit unter dem Normalverbrauch liegen - weshalb auch jede Dämmaßnahme an den bestehenden Wohnräumen überflüssig ist.

Wir heizen also wirklich minimalistisch und nur so dass man nicht erfrieren muss. Und trotzdem werfen wir mehrere riesige Bäume pro Jahr ins Feuer. Echte große Laubbäume.
Die Biomasse war wirklich beeindruckend und dann ganz schön nachdenklich machend. Und wir mussten in dem ersten Winter sogar noch mal Holz nachkaufen weil diese erste Lieferung gar nicht reichte. In der Stadt mit Gasheizung, wurde uns natürlich nie die Menge an Energie die wir verbrauchen so deutlich vor Augen geführt. Da wussten wir einfach nicht wirklich was dafür nötig ist, damit wir es nett warm in der Wohnung haben. Da konnte ich dann gut Mitleid mit den armen Weihnachtsbäumen haben. Der Baum der jetzt hier steht würde unser Haus für ungefähr drei Tage warm halten, wenn wir ihn in den Ofen stopfen würden. Als Weihnachtsbaum steht er jetzt 6 Wochen hier und wird geliebt. Danach kommt er raus. Normalerweise zu den Tieren, die lieben Nadelholz zum knabbern. Die sind ja nur jetzt grad gar nicht hier. Dann wird er an Ostern zum Lagerfeuer machen verwendet. Wenn ich irgendwann mal in einem Passivhaus lebe, kann ich ja wieder anfangen mir über Weihnachtsbäume Gedanken zu machen.
Unser Baum kommt aus Dänemark. Der Baumverkäufer fährt im Sommer einmal nach Dänemark und sucht die Bäume aus. Im November fährt er dann mit einem großen Auto hin und holt sie ab.

Mittwoch, 18. November 2015

Grafik Werkstatt [grafik værksted]

Dieses Jahr hatte ich den Kalender von der Grafik Werkstatt Bielefeld. Ich habe den in einem Buchladen gekauft und konnte mich nur schwer zwischen dem roten und dem petrolfarbenem entscheiden.

Der Kalender passt auch genau in den Taschenbegleiter.



Aber auch hier hatte ich das Problem, dass ich den ganzen Platz gar nicht nutze. Es ist nicht so, dass ich nichts zu tun hätte. Aber anscheinend besteht das Leben einer 3-Kind-Mama hauptsächlich aus regelmäßigen Terminen, die ich ja im Wochenplan oder im Kopf habe.



Bei Amazon gibts die fürs nächste Jahr, die kosten dort 9,95 Euro:
Grafik Werkstatt Rot 2016.
Grafik Werkstatt Petrol 2016.

Montag, 16. November 2015

Prinz Apfel [prins apple]

Den Kalender von Prinz Apfel (Taschenkalender groß) hatte ich vorletztes Jahr. Der ist wunderhübsch. Jede Seite ist anders. Er passt genau in den Taschenbegleiter von Roter Faden (A5).





Die Klammern kann man in dem Spiraldings sogar viel besser befestigen als in einem Buchkalender.






Ich hatte mit dem nur das selbe Problem, welches ich mit allen Kalendern habe: zu viel freie Seiten. Ich brauche eigentlich nur eine Monatsübersicht. Ich notiere mir die unregelmäßigen Termine nur in Stichworten. Alle regelmäßigen Termine habe ich im Kopf, bzw. auf einem Wochenplan (zeige ich Euch demnächst). Notizen mache ich eigentlich nie im Kalender. Dafür nutze ich Notizbücher im Taschenbegleiter. Deshalb blieben die meisten Seiten leer. Aber dafür hat der Kalender magische Kräfte. Wenn ich z. B. einen Termin wie den Umzug von Luzies Reitschule eintragen musste, war auf genau der Seite ein Pferdebild. Das war ganz großartig.

Dieses ist der Kalender fürs nächste Jahr: Prinz Apfel Taschenkalender 2016 gross. Der kostet 17,90 Euro. Ab 20 Euro ist die Lieferung kostenfrei, ansonsten sind es 2,50 Euro. Ich finde diese Nötigung ein weiteres Produkt zu bestellen doof. Vielleicht tut man sich mit jemand anderem zusammen für die Bestellung.

Den Roter Faden Taschenbegleiter kennt (habt) ihr ja sicherlich alle, trotzdem zur Sicherheit: hier gehts lang.

Ich hab den in A5 mit blauem Tanzboden, 4 Klammern, dunkel grauem Filz innen und rotem Gummiband. Der ist unverwüstlich. Allerdings hätte ich jetzt gerne einen mit hellem Leder.

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Sterne [stjerner]

Ich mag die Transparentsterne. Jedes Jahr basteln wir neue. Allerdings habe ich noch nicht die perfekten Farben gefunden. Ich hätte gerne verschiedene wirklich warme Rot- und Orangetöne. Die letzten Jahre haben wir bei Labbee Papier bestellt. Die haben rechteckiges und quadratisches mit dem man sofort losfalten kann.
Labbé: Sternpapier Gelb-Orange, Buntes Sternpapier oder Quadrate.

Dieses Jahr habe ich einen echt schönen Stern mit perfekter Anleitung gefunden: Fräullein Ottens Sternenanleitung.


Traditionen erfinden [traditioner opfinde]

Jede Tradition wurde irgendwann zum ersten mal als neues Ritual zelebriert. Und durch die Wiederholungen wurde dieses Ritual dann eine Tradition. Jetzt können wir (als Eltern) Rituale einfach erfinden und in den nächsten Jahren zur Tradition werden lassen. Und wir sind völlig frei. Ist das nicht großartig? Ich habe mich letztes (oder vorletztes?) Jahr an den Schreibtisch gesetzt und einen Adventszeitfahrplan geschrieben. Wir haben in den Jahren davor z. B. irgendwann vor Weihnachten einen Tannenbaum besorgt und an Sylvester wieder raus geworfen. Mir war das aber zu wenig Weihnachtsbaumleuchten in meinem Leben. Dazu kommt, dass wir hier auf dem Land kaum mit Weihnachtsbeleuchtung in Kontakt kommen. In der großen Stadt ist das völlig anders. Deshalb habe ich letztes Jahr beschlossen, dass wir immer am 1. Advent einen Tannenbaum holen und ab da dann die warmen Lichter im Haus haben. Und nachdem ich vor ein paar Wochen in der großen Stadt war und das Leuchten und glitzern genossen habe, möchte ich ab jetzt in jedem Jahr mit den Kindern bzw. drei mal mit je einem Kind in die Stadt fahren. Nicht zu einem der gruseligen glühweindampfenden Sauf-Weihnachtsmärkte. Aber vielleicht ein wenig Krams in unserem alten sehr alternativen Kiez kaufen und schwimmen gehen oder so.
Dieses Jahr haben wir den Baum erst am 2. Advent geholt, weil der erste Advent schon im November war und das war irgendwie merkwürdig.
Für den Weihnachtsabend selbst haben wir noch nicht wirklich viel Tradition. Essensmäßig haben wir uns jetzt mal für Würstchen und Kartoffelsalat entschieden, weil wir sowieso (bzw. wiesoso (wie Luzie sagen würde)) mit Pfefferkuchen und Schokozeugs vollgestopft sind. Eine Sache die wir auch die letzten Jahre schon gemacht haben ist ausgiebiges Pfefferkuchenhäuser bauen. Heute hat Minimum das erste Mal ein eigenes gebaut. Sie hat mit Hingabe und Konzentration abgelutschte Smarties mit einem Löffel in ihr Haus bugsiert.
Also, Würstchen und Kartoffelsalat. Und gerade ist mir etwas über den Weg gelaufen, was ich mit in unser Weihnachtsritual aufnehmen möchte.
Björk Guðmundsdóttir erzählt die Weihnachtsgeschichte. Da kommen einige Melodien vor, mit denen Luzie schon seit Wochen herumläuft. Einfach lauschen. Ich würde das gerne immer am 24. Dezember vor den Geschenken anschauen. Ich bin gespannt wie die anderen Deichhausbewohner das nachher finden.















Björk erzählt die Weihnachtsgeschichte