Mittwoch, 24. Dezember 2014

Traditionen erfinden [traditioner opfinde]

Jede Tradition wurde irgendwann zum ersten mal als neues Ritual zelebriert. Und durch die Wiederholungen wurde dieses Ritual dann eine Tradition. Jetzt können wir (als Eltern) Rituale einfach erfinden und in den nächsten Jahren zur Tradition werden lassen. Und wir sind völlig frei. Ist das nicht großartig? Ich habe mich letztes (oder vorletztes?) Jahr an den Schreibtisch gesetzt und einen Adventszeitfahrplan geschrieben. Wir haben in den Jahren davor z. B. irgendwann vor Weihnachten einen Tannenbaum besorgt und an Sylvester wieder raus geworfen. Mir war das aber zu wenig Weihnachtsbaumleuchten in meinem Leben. Dazu kommt, dass wir hier auf dem Land kaum mit Weihnachtsbeleuchtung in Kontakt kommen. In der großen Stadt ist das völlig anders. Deshalb habe ich letztes Jahr beschlossen, dass wir immer am 1. Advent einen Tannenbaum holen und ab da dann die warmen Lichter im Haus haben. Und nachdem ich vor ein paar Wochen in der großen Stadt war und das Leuchten und glitzern genossen habe, möchte ich ab jetzt in jedem Jahr mit den Kindern bzw. drei mal mit je einem Kind in die Stadt fahren. Nicht zu einem der gruseligen glühweindampfenden Sauf-Weihnachtsmärkte. Aber vielleicht ein wenig Krams in unserem alten sehr alternativen Kiez kaufen und schwimmen gehen oder so.
Dieses Jahr haben wir den Baum erst am 2. Advent geholt, weil der erste Advent schon im November war und das war irgendwie merkwürdig.
Für den Weihnachtsabend selbst haben wir noch nicht wirklich viel Tradition. Essensmäßig haben wir uns jetzt mal für Würstchen und Kartoffelsalat entschieden, weil wir sowieso (bzw. wiesoso (wie Luzie sagen würde)) mit Pfefferkuchen und Schokozeugs vollgestopft sind. Eine Sache die wir auch die letzten Jahre schon gemacht haben ist ausgiebiges Pfefferkuchenhäuser bauen. Heute hat Minimum das erste Mal ein eigenes gebaut. Sie hat mit Hingabe und Konzentration abgelutschte Smarties mit einem Löffel in ihr Haus bugsiert.
Also, Würstchen und Kartoffelsalat. Und gerade ist mir etwas über den Weg gelaufen, was ich mit in unser Weihnachtsritual aufnehmen möchte.
Björk Guðmundsdóttir erzählt die Weihnachtsgeschichte. Da kommen einige Melodien vor, mit denen Luzie schon seit Wochen herumläuft. Einfach lauschen. Ich würde das gerne immer am 24. Dezember vor den Geschenken anschauen. Ich bin gespannt wie die anderen Deichhausbewohner das nachher finden.















Björk erzählt die Weihnachtsgeschichte

Kommentare:

  1. ich wünsche euch ein frohes fest! herzlichst*

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  2. von dir z lesen ist mir gad ein weihnachtsgeschenk. merssi vielmal. alles liebe dir euch.

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