Wir haben den größten Weihnachtsbaum aller Zeiten.
3,80 m.
Eine wunderschöne Nordmanntanne.
Ich bin seit wir hier auf dem Land leben übrigens auch wieder ganz geheilt von dem schlechten Gewissen, welches ich als Städterin beim Anblick von Weihnachtsbäumen entwickelt hatte.
Als unsere erste Holzlieferung für die Öfen hier im Haus auf unseren Hof gekippt wurde, habe ich realisiert was da nur für ein bisschen Wärme geopfert werden muss. Wir haben hier im Winter immer zwischen 15 und 18 Grad im Haus. Wir haben nur drei kleine Öfen. Das Energiegutachten hat ergeben, dass wir weit unter dem Normalverbrauch liegen - weshalb auch jede Dämmaßnahme an den bestehenden Wohnräumen überflüssig ist.
Wir heizen also wirklich minimalistisch und nur so dass man nicht erfrieren muss.
Und trotzdem werfen wir mehrere riesige Bäume pro Jahr ins Feuer. Echte große Laubbäume.
Die Biomasse war wirklich beeindruckend und dann ganz schön nachdenklich machend.
Und wir mussten in dem ersten Winter sogar noch mal Holz nachkaufen weil diese erste Lieferung gar nicht reichte.
In der Stadt mit Gasheizung, wurde uns natürlich nie die Menge an Energie die wir verbrauchen so deutlich vor Augen geführt. Da wussten wir einfach nicht wirklich was dafür nötig ist, damit wir es nett warm in der Wohnung haben. Da konnte ich dann gut Mitleid mit den armen Weihnachtsbäumen haben.
Der Baum der jetzt hier steht würde unser Haus für ungefähr drei Tage warm halten, wenn wir ihn in den Ofen stopfen würden. Als Weihnachtsbaum steht er jetzt 6 Wochen hier und wird geliebt. Danach kommt er raus. Normalerweise zu den Tieren, die lieben Nadelholz zum knabbern. Die sind ja nur jetzt grad gar nicht hier. Dann wird er an Ostern zum Lagerfeuer machen verwendet.
Wenn ich irgendwann mal in einem Passivhaus lebe, kann ich ja wieder anfangen mir über Weihnachtsbäume Gedanken zu machen.
Unser Baum kommt aus Dänemark. Der Baumverkäufer fährt im Sommer einmal nach Dänemark und sucht die Bäume aus. Im November fährt er dann mit einem großen Auto hin und holt sie ab.
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