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Dienstag, 12. Januar 2016

Buchfund [book fund]

Ha! Da gehe ich einmal in einen Buchladen und finde das:


















Die beiden wichtigsten Bücher des letzten Jahres nebeneinander als Aushängeschild der Erziehungsratgeberecke. Das Buch daneben musste ich dann kaufen, weil es grade perfekt zu unserer Thematik passt.

Luzie kann nur ganz schlecht abschalten. Sie ist quasi auf Dauerbetrieb. Die Neurofeedbacktherapie im letzten Jahr hat nicht so wirklich viel dran geändert. Ihre Werte waren erstaunlich. Und weil sie ihre Hirnwellen einfach nicht runterreguliert bekommt, fällt ihr auch das Einschlafen unendlich schwer. Was bei ihr aber ganz gut wirkt sind Fantasiereisen zum Einschlafen. Wir haben jetzt ein paar bei Amazon Musik gefunden und getestet.
Und jetzt kurz vor der Busreise, wo wir wohl eher nicht so viel Strom haben werden, dass wir immer noch fertig gesprochene Fantasiereisen hören können, kommt dieses Buch daher. Das ist eine Vorlesefantasiereiseeinschlafgeschichte. Perfekt. Und der Protagonist heißt Konrad Kaninchen.

Links zu den drei Büchern:

Julia Dibbern: Verwöhn dein Baby nach Herzenslust: 9 Verwöhn-Bausteine für den Start ins Leben

Nicola Schmidt: artgerecht - Das andere Baby-Buch: Natürliche Bedürfnisse stillen. Gesunde Entwicklung fördern. Naturnah erziehen

Das kleine Kaninchen, das so gerne einschlafen möchte: Die ideale Einschlafhilfe für Ihr Kind

Samstag, 19. Dezember 2015

Schreiben & Lesen lernen [lære at læse og skrive]

Das hier ist für alle Eltern die ein wenig nervös sind, weil das Kind sich mit dem Schreiben und Lesen lernen Zeit lässt.

Pelle hat das von selbst angefangen. Elvis hat ihm Fuxia die Minihexe vorgelesen und als er es zum zweiten Mal vorlesen wollte, konnte Pelle alle Kapitel auswendig mitsprechen.
Dadurch wusste er was da steht und die beiden haben dann zwischendurch immer die Buchstaben und Wörter verglichen. Das war der Start.

Dann haben wir ganz viel Großbuchstaben geschrieben. Pelle hat das wie viele Kinder gemacht: er kam mit Aufträgen für Schreibarbeiten für uns an.
Wochenlang musste ich immer irgendwelche Wörter auf Zettel schreiben.
Er hat sie abgeschrieben und umgeschrieben.

Nach vielen Wochen des Schreibens fing er an zu lesen. Wir haben zwei oder drei Bücher gefunden die in Großbuchstaben geschrieben waren. Die hat er dann mit Elvis gelesen. Und dann hat er einfach Bücher mit Kleinbuchstaben gelesen. Er konnte nicht erklären warum er auch die kleinen Buchstaben kennt.

Dann kam die Phase mit dem Magischen Baumhaus. Mit denen hat er das Lesen geübt und wurde immer schneller (da war er ungefähr zehn).

Nachdem er uns fast arm gelesen hat mit diesen Büchern ist er irgendwann glücklicherweise auf dicke Bücher mit vielen kleinen Buchstaben umgestiegen.

Pelle liest sehr viel. Er versinkt in den Büchern.

Schreiben war bis zum Schulstart vor acht Monaten nicht so seins.
Er besucht eine Waldorfschule und da wird ja sehr viel geschrieben und er bekommt das echt gut hin. Im Unterricht werden den Kindern Texte diktiert, die sie mitschreiben und dann am Nachmittag noch mal in besserer Schrift ins Epochenheft übertragen. Alles in Schreibschrift.

Jetzt fängt das bei Luzie an. Eigentlich. Sie will zwar gerne Schreiben und Lesen lernen, allerdings nur weil die Anderen in ihrem alter (in der Schule) das tun und sie damit unter Druck setzen. Es fehlt das Interesse an den Buchstaben selbst.

Wir haben das ein wenig forciert aber jetzt rudere ich grad ganz weit zurück.

Ein Freund erwähnte letzten Sommer, bei einem Gespräch über die Rudolf-Steiner-Pädagogik, dass Rudolf Steiner die intellektuellen Fertigkeiten wie Lesen und Schreiben erst ab 11 Jahren ins Kind lassen wollte. Dass auch an Waldorfschulen schon in der Grundschule das Lesen und Schreiben unterrichtet wird ist quasi ein Zugeständnis an die Schulbehörde. Auf den Elternabenden von Luzies Klasse im letzten Jahr hat der Klassenlehrer viel über die Entwicklung der Kinder referiert und das mit den intellektuellen Fertigkeiten auch erwähnt. Heute habe ich es dann mal endlich nachgeschlagen und auch einen Text dazu gefunden: Erziehungskunst Wenn Kinder spaeter lesen lernen.

Ich mag viele Dinge aus der Waldorfpädagogik sehr, andere dafür gar nicht.  Das wa da in dem text steht finde ich hilfreich und inspirierend. Ich werde jetzt auf der Reise, wenn Luzie es wünscht ganz viel zu den Formen der Buchstaben machen. Sie hat ja im letzten Jahr schon einiges dazu in der Schule gehabt. Ich finde das was da in dem text steht so sinnig. Dass die Kinder über die Formenentwicklung eher dazu angeleitet werden Kulturtechniken selber zu entwickeln.

Es gab so eine Aussage... von Gerald Hüther vielleicht? Da ging es darum, dass man die Kinder nicht in Kulturtechniken unterrichten soll, sondern ihnen die Fertigkeiten beibringen soll, die es ihnen ermöglichen selber Kulturtechniken zu entwickeln.

So versteh ich auch den Steineransatz.

Und das nehme ich mir zu Herzen und bastel mir ein Motto für die Reise draus. Luzie hat ja auch echt noch Zeit. Sie ist jetzt acht.

Die Ruhe zu bewahren fällt uns Freilernereltern vielleicht manchmal schwer, weil um einen herum ja viele sehr genau aufs Kind schauen und auch ständig alles kommentiert wird.

Ein Schreiblernbuch mit dem die Kinder komplett selbstständig arbeiten können ist übrigens: Rolf Robischon Ich kann schreiben und lesen.

Sonntag, 29. November 2015

Musik & Datenkrake [musik & datablæksprutte]

Wir bestellen viel über Amazon. Und seit einiger Zeit haben wir auch einen Amazon-Prime-Account. Wir haben letztes Jahr all unsere DVD´s weg sortiert (und sind immer noch dabei die los zu werden).

Serien und Filme gibts hier nur noch online*. Über Amazon und Youtube.

*Bzw. kann man die Amazonsachen mittlerweile auch herunterladen, um sie offline anzuschauen. Mein uraltes iPad-eins kann das allerdings nicht, weil die neuste App da nicht drauf passt.

Wir hatten vorher eine Weile das Angebot von Amazon mit unseren DVD´s verglichen und als wirklich viele von unseren Serien (z. B. Es war ein Mal der Mensch...) auch bei Amazon im Programm waren haben wir es gewagt umzusteigen.

Das Angebot kostet uns 50 Euro im Jahr.

Dass es bei dem Prime-Dings auch einen besseren/schnelleren Postversand bei Bestellungen dazu gab, fand ich eher frech.

Vor einiger Zeit war es nämlich so, dass die ganz normalen Bestellungen oft am nächsten Tag hier waren. Dann gab es das Prime-Dings und irgendwie brauchten die normalen Bestellungen dann plötzlich länger und nur die Prime-Bestellungen waren am nächsten Tag da. Das ist so ein gemeiner Werbe-/Verkaufstrick: erst etwas umsonst anbieten, um es dann hinterher kostenpflichtig zu machen. Das ist so ähnlich, wie das was Nestlé mit dem Trinkwasser vor hat – finde ich.

Ein lustiger Nebeneffekt ist allerdings, dass wir die Gerüchteküche im Dorf bereichern. Auf den Postsendungen steht jetzt immer PRIOR und die werden eben gesondert behandelt. Die kommen an manchen Tagen sogar mit extra Touren hier an. Einmal, an irgendeinem Spezialtag... Ah ich glaub, das war während des Streiks! Da kam die Postfrau und brachte mir eine Büchersendung. Ich hab sie darauf angesprochen, dass ich froh bin, dass das noch vor dem Streik geklappt hat. Darauf meinte sie, dass sie schon streiken, da wir aber immer Prior haben, kommen sie trotzdem. Und in ihrer Erklärung klang so etwas ehrfürchtiges mit. Jetzt fragen sich die Leute alle, warum wir so wichtig sind, dass unsere Post immer Priorität genießt. Das ist ganz nett.

So, jetzt gibt es bei dem Prime-Dings seit einigen Wochen noch zusätzlich ein Musikangebot. Das ist im Preis mit drin.

Vorgestern habe ich mir das dann mal angeschaut. Bisher hat mich das nicht geködert. Und als ich im Bett lag, mit dem Rechner auf dem Schoß und Luzie zum Einschlafen neben mir, war ich echt erstaunt. Wir haben Traumreisen für Kinder gesucht, weil Luzie so schlecht abschalten kann.

Wir haben auch sofort etwas passendes gefunden. Und dann hab ich Stück für Stück entdeckt, dass dort eine riesige Musikdatenbank zur freien Verfügung befindet.

Ich bin wohl davon ausgegangen, dass da nur minderwertiges Zeug liegt. Aber da gibst wirklich ganz viele meiner Lieblingsmusiker. So lange ich also online bin, kann ich mich da quer durch die Plattensammlung hören. Und angeblich kann man mit der App auf dem iPhone auch Songs runterladen wenn man sie offline hören will. Das muss ich noch ausprobieren.

So richtig verstehe ich das allerdings noch nicht. Jetzt brauche ich ja eigentlich keine Platten mehr kaufen...

Der Haken kommt bestimmt noch. Ich werd es dann berichten. Oder jemand von Euch weiß, wo der Trick ist?

Jetzt kommt das große ABER. Das ganze ist natürlich ein Teil der riesigen, im digitalen Ozean lebenden, Datenkrake. Und da muss man sich  entscheiden, wie man dazu steht. Wir haben uns entschieden kein Problem damit zu haben.


Wenn ihr von unserer Seite dort hin geht und dann so ein Probedings abschließt, bekommen wir drei Euro dafür (wovon wir immer Bücher kaufen): Amazon Prime.

Wenn ihr Euch speziell für das Musikangebot interessiert, gehts hier lang: Amazon Musik. Das ist natürlich eigentlich Quatsch, weil man ja eh alles bekommt. Einzeln gibts die Sachen nicht.

Dazu gehört auch noch, dass man pro Monat ein Kindle-e-Book ausleihen kann.

Also es gibt alle diese Sachen für 50 Euro im Jahr.


Dann gibt es auch noch Audible. Da sind wir schon sehr lange Kunden, weshalb wir auch den echt guten Anfangspreis von 15 Euro pro Monat für zwei Hörbücher nach Wahl zahlen. Für uns lohnt sich das total.

Wenn ihr über diesen Link dort hin geht, vermerkt dass System, dass ihr von uns aus gekommen seid und schreibt uns auch hierfür fünf Euro gut: Audible-Probemonat [Digitales Abo].

Für Menschen die auch Prime-Mitglieder sind oder das ausprobieren wollen gibts noch ein Spezialangebot: Audible 3-Monats-Probeabo.

Was auf uns jetzt noch zukommt ist ein teilweiser Umstieg von Papierbüchern zu Bildschirmbüchern. Wir haben schon vor dem letzten Sommer überlegt für die Busreise einen e-reader zu besorgen. Aber ich konnte mich nicht überwinden. Wir sind mit einer Kiste voller Bücher los gefahren. Die Bücher waren sehr schnell durchgelesen und den ganzen Sommer haben wir dann die schwere Kiste durch Europa gefahren. Zwischendrin hatten wir den Plan, die Bücher per Post nach Hause zu schicken. Aber das wäre echt bescheuert teuer gewesen.

Jetzt ist grad der aktuelle Plan, dass jedes Kind ein Firetablet bekommt. Wir werden berichten.

Update: den ersten Knackpunkt haben wir grad bemerkt. Es kann immer nur auf einem Gerät Musik gehört werden. Elvis hat mit dem iPhone Musik gehört, damit war mein Zugang blockiert. Bei den Serien und Filmen ist das anders. Da können die Kinder auf dem iPad Mama Muh schauen, ich auf meinem iPad Perzeption und Elvis auf dem Rechner Vikings. Das ist kein Problem. Das hatte mich überrascht. ich ging davon aus, dass man nur eine Sache zur Zeit schauen kann.... Vielleicht gibts bei der Musik ja noch einen anderen Weg. Wir müssen mal das mit dem herunterladen zum offline hören probieren.

Sonntag, 15. Februar 2015

Lieblingsbuch 5 [yndlingsbog 5]

























Auch heiß und innig geliebt wird dieses Buch: Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee (Amazonlink). Ich habs in der letzten Woche Luzie vorgelesen (Luzie will nur Bücher mit Pferden vorgelesen bekommen) und vor ungefähr sechs Jahren haben wir es Pelle vorgelesen, der sich aber nicht mehr daran erinnert und es jetzt noch mal selber lesen will.

Sonntag, 8. Februar 2015

Lieblingsbuch 4 [yndlingsbog 4]

























Eine neue Entdeckung ist Meine große kleine Welt (Amazonlink). Das hat auch besagte Freundin hier angeschleppt. Und es ist großartig. Das andere Buch von der selben Autorin ist nicht ganz so toll wie dieses. Da hat sie wohl versucht mit dem selben Mechanismus noch ein Buch zu basteln, was etwas gewollt daher kommt. Aber das erste ist ganz klar perfekt.

Sonntag, 1. Februar 2015

Lieblingsbuch 3 [yndlingsbog 3]

Dieses Büchlein hat uns eine ganz liebe Freundin damals für Luzie mitgebracht. Luzie fand es schon toll, aber Minimum ist total verliebt in das Buch. Sie liebt Katzen und muss das Buch immer und immer wieder vorgelesen bekommen. Söckchen, Flöckchen. Ein Suchbuch für die Klitzekleinen (Amazonlink). Leider gibt es dieses Buch auch nicht wirklich zu kaufen. Aber vielleicht findet Ihr es ja mal irgendwo gebraucht.

Sonntag, 25. Januar 2015

Lieblingsbuch 2 [yndlingsbog 2]





























Ein anderes Lieblingsbuch ist Mein Elefant kann fast alles (Amazonlink). Wie Ihr aber sehen werdet, wenn ihr dem Amazonlink folgt, ist, dass es zur Zeit nicht verlegt ist. Trotzdem möchte ich es Euch empfehlen. Vielleicht stolpert Ihr ja mal auf einem Flohmarkt drüber. Dann unbedingt mitnehmen! Wir haben das für Pelle bekommen als der noch ganz klein war. Freunde von Elvis hatten es mitgebracht. Und es begleitet uns jetzt seit zwölf Jahren. Minimum liebt es und will grad immer den Fant lesen. Ich liebe die Stimmung in dem Buch.

Sonntag, 18. Januar 2015

Lieblingsbuch [yndlingsbog]






























Ich möchte mit Euch unsere Buchschätze teilen.
Wir sind Büchersüchtig und wir haben ein paar Bücher, die für mich wirklich wie Schätze sind. Da fällt es mir auch tatsächlich ein wenig schwer die her zu geben, auch wenn es nur die Titel sind. Irgendwie mag ich die Illusion bewahren, dass das "unsere" sind. Aber andererseits sind die eben auch so toll, dass die Autoren es verdient haben noch mehr Freunde zu bekommen.

Gerade ist Minimum bei Drei miese, fiese Kerle (Amazonlink) eingeschlafen. Das Buch hat Elvis irgendwann mal entdeckt. Ich liebe es.

Was ich auf den Tod nicht ausstehen kann ist wenn mir aus Kinderbüchern pädagogische Moral entgegen trieft. Oder das Gegenteil, so gewollte aber leider nicht gekonnte Pipi-Langstrumpf-Anarchie.
Die Drei miesen, fiesen Kerle schaffen es, einfach, eine gute Geschichte zu sein.

Montag, 23. September 2013

Gute Lehrer [gode lærer]

























How to Play. Das ist das Zauberwort. Wenn man das bei Youtube eingibt, ploppen einem tausende von Lehrvideos entgegen. Einige gute, viele stümperhafte und einige wirklich tolle. Pelle lernt gerade mit solchen Videos an unserem Piano ein paar Lieder. Das wirklich wirklich wirklich Gute an diesen Videos: sie werden nie ungeduldig, auch nicht wenn Pelle das zum hundertsten Mal spielt und immer noch den selben Fehler macht. Mit einer großartigen Ruhe und Gelassenheit erklärt die Pianospielerin im Video immer und immer wieder den einen Teil, den Pelle grade übt und macht es noch ein mal vor. Das ist ein sehr großer Vorteil beim Lernen mit diesem Medium. Deshalb liebe ich elektronische Lehrer. Sie werden nicht genervt und sie kritisieren nicht. Nie. Wirklich.
Wie Tanja und Johnny Haeusler in ihrem Artikel in der aktuellen unerzogen schreiben: Kein Spiel sagt: Das war jetzt eher eine Vier minus. So ist es. Ein Video, ein Spiel oder ein Programm kritisiert und bewertet nicht. Sie weisen auf Fehler hin. Aber immer neutral. Und somit sind wir ganz in dem Fahrwasser von Vera F. Birkenbihl. Sie sagte, dass es ganz wichtig ist auf der Eingangsstufe einer Lernphase nicht zu kritisieren.

Wenn ich draussen auf dem Bett unter dem Apfelbaum sitze kann ich aus dem Haus Für Elise hören. Das ist schön. Und obwohl die elektronischen Lehrer nicht kritisieren gibt es hier aufwühlende Lernphasen. An einem Tag als Pelle schon recht weit in dem Stück gekommen war, saß er am Klavier und platzte fast vor Stolz. Er redete die ganze Zeit davon wie unfassbar weit er schon gekommen ist. Und dann funktionierte plötzlich etwas nicht. Er hat es mehrmals versucht und ist dann verzweifelt am Klavier zusammengebrochen. Hat gewütet, geweint und geschimpft. Ich hab dabei gesessen und konnte nichts hilfreiches beitragen. Irgendwann habe ich ihm vorgeschlagen erst einmal eine Pause zu machen und wir haben zusammen ein wenig Theorie zu dem Stück welches er gerade übte angeschaut. Wir haben uns die Wikipediaeinträge zu Beethoven und Mozart durchgelesen, festgestellt, dass Mozart aussah wie der Onkel von Pelles Freund. Wir haben uns Konzertmitschnitte von Beethovenstücken angeschaut und uns Für Elise komplett angehört. Danach hat er entspannt und erholt wieder weiter am Klavier geübt.


Montag, 6. Mai 2013

Wie wir Entscheidungen treffen [beslutning]

Hier kommt eine Fortsetzung zu dem Schleichwerbungbeitrag. Ich habe heute zwei Entscheidungen getroffen. Produktentscheidungen. In der Psychologie gibt es eine ganze Forschungsrichtung die sich nur damit befasst, wie Menschen Entscheidungen treffen. Das ist extrem spannend. Warum tun wir das was wir tun? Wie wird aus einem Vorhaben eine Handlung Ab welchem Zeitpunkt in einer Entscheidungsfindung können wir nicht mehr zurück? Warum tun wir nicht das was wir uns vornehmen? Was ist der innere Schweinehund? Das nennt sich Motivationspsychologie.

Elvis arbeitet in der bösen Werbung. Da geht es nur darum, wie man Menschen dazu bringt sich für etwas Bestimmtes zu entscheiden. Ein grundlegender Entscheidungsbeeinflusser ist die Meinung von Freunden. Wenn ein Freund etwas empfiehlt gehen schon mal ein paar sehr wichtige Türen in unserem Entscheidungsprozess auf. Es ist spannend das an sich selbst zu beobachten. Und das ist einer der Hauptgründe warum soziale Netzwerke zu börsennotierten Unternehmen werden können. Wenn mir ein Freund in einem sozialen Netzwerk etwas empfiehlt ist das mehr wert, als wenn eine Zeitschrift mir das präsentiert. Das nennt sich Word of Mouth, also Mund zu Mund Propaganda.

1. Begriff: Form der direkten persönlichen Kommunikation (sprichwörtlich: von Mund zu Mund) zwischen Konsumenten innerhalb eines sozialen Umfeldes. Im Marketing wird Word-of-Mouth als eine informelle, wertende Meinungsäußerung über Marken, Produkte, Services und Unternehmen zwischen Konsumenten verstanden. Diese kann sowohl positiv als auch negativer Art sein.

2. Überlegenheit persönlicher Kommunikation: 
(1) größere Glaubwürdigkeit und stärkere soziale Kontrolle; 
(2) bessere selektive Informationsaufnahme; 
(3) größere Flexibilität durch laufende Rückkopplungen bei den Kommunikaten; 
(4) Fehlen von rechtlichen Vorschriften. Meinungsführer können als Multiplikatoren in einem Word-of-Mouth-Prozess dienen.


Gestern Nacht kam Elvis aus der Agentur nach Hause. Er hatte zwei Kartons mit Nudelsoße dabei. Er stand also im dunklen Schlafzimmer und erzählte, dass sein Chef die noch übrig hatte. Er hatte sich zu viele bestellt und hat Elvis welche mitgegeben. Elvis meinte das seien irgendwelche besonderen Soßen und da stünde auch irgendetwas von biologischem Anbau drauf. Die Gläser sahen hübsch und hochwertig aus und auch auf dem Karton ist ein schöner Schriftzug. Heute morgen fiel mir auf, dass da keine deutsche Zutatenliste drauf ist. Das interessierte mich, da ja in Deutschland alles deklariert werden muss. Wir haben kurz gemutmaßt, dass der Chef die direkt in Italien bestellt hat. Immerhin gehört dem eine riesige Werbeagentur - der kann sich das also locker leisten.

Ich hab vorhin dann für mich und drei Kinder Nudeln (wir haben immer die Dinkelspagetti von Naturata, die sind super lecker (aber nicht die Vollkornversion, die ist eklig)) mit Zucchini, Knoblauch, Avocado und Schafskäse gemacht. Dazu gab es zwei der Nudelsoßen. Wir stellen Nudelsoßen immer wie Pesto auf den Tisch und jeder kann sich was auf seine Nudeln tun.
Das war lecker.

Dann habe ich mich an den Rechner gesetzt und wollte rausfinden was das für Soßen sind, wer die macht, wo die her kommen. Und hab was hübsches gefunden: Fattoria La Vialla. Da kommen die Soßen her. Und jetzt hab ich den Katalog bestellt.

Die zweite Entscheidung für ein Produkt wurde durch eine E-Mail ausgelöst. Die Mama von Bo Andrasson wies mich auf Ähnlichkeiten zwischen mir und ihrer Freundin Liesl hin. Ich mag den Blog von Liesl. Der Hinweis bezieht sich auf das Buch von Sylvia Plath und einen Häkelschal (meiner wird aber wohl nie fertig weil ich so langsam häkel). Das erste mal von Sylvia Plath habe ich in dem Buch Am Anfang war Erziehung von Alice Miller gelesen. Dieses Buch hatte auch schon Bo Andrassons Mama mitgebracht. In dem Buch zeigt Alice Miller die Zusammenhänge zwischen Erlebnissen in der Kindheit und dem Verhalten als Erwachsener auf. Sie ist Analytikerin. Aber wenn man die Einfachheit der analytischen Wenn-Dann-Zusammenhänge irgendwie überlesen kann ist es ein tolles Buch. In dem Buch skizziert sie neben Adolf Hitler und Christiane Felscherinow (Wir Kinder vom Bahnhof Zoo) also auch das Leben und Sterben von Sylvia Plath. Vor ein paar Wochen war dann Sylvia Plaths 50. Todestag und ich hab bei Spon diesen Artikel über sie gelesen. Ich hab dann Die Glasglocke bestellt und das Buch kam zufällig hier an, als auch Bos Mama hier war. Wir haben beide ins Buch geschaut und den Schreibstil von Sylvia Plath für gut befunden. Das ist jetzt ein paar Wochen her. Und heute schickte mir Bos Mama die Mail mit dem Hinweis darauf, dass auch Liesl grad Sylvia Plath liest. Und ich hab dann direkt das Buch Die Bibel der Träume bestellt. Und Jane Eyre von Charlotte Bronte auch gleich noch.

Und jetzt hab ich hier einige Produkte beschrieben. Was macht das mit Euren Entscheidungen? Blogs sind nämlich ein wirklich effektives Werbemedium. Deshalb bekommen die viel besuchten Bloggerinnen auch alle möglichen Produktproben um sie dann zu besprechen. Hab ich ja kürzlich schon drüber geschrieben.

Ich schreibe seit ein paar Jahren für ein Printmagazin Artikel und Buchbesprechungen. Und bei den Büchern musste ich lernen, die schlechten einfach nicht zu erwähnen. Ich hatte immer das Bedürfnis alle Bücher zu beschreiben, weil mir der Verleger extra dafür ein Buch überlassen hatte. Aber das ist ja quatsch. Also bespreche ich nur noch Bücher die ich auch wirklich gut finde. Und die anderen werden einfach nicht erwähnt und liegen halt hier rum oder wandern in den Gebrauchtwarenladen. Und einige werfe ich sogar in den Müll. Es gibt wirklich ganz bescheuerte Bücher.

Samstag, 4. Mai 2013

Der Tod [de død]

Kinder interessieren sich irgendwann für den Tod. Lange Zeit befinden sie sich in der magischen Phase, in der ihnen der Tod noch nicht bedrohlich erscheint*. Und dann tauchen irgendwann Fragen auf. Gespräche mit den Eltern oder anderen Erwachsenen sind da sehr wichtig. Die Eltern können erklären was der Tod für sie selbst bedeutet, ob und was ihnen Angst macht. Wenn einem die Worte oder die Ideen fehlen sind Bücher hilfreich. Als Gesprächsanlass. Eltern und Kinder können die Bücher gemeinsam anschauen und darüber sprechen. Es ist wichtig die Kinder reden zu lassen.
Hört ihnen zu, geht ihre Gedankenwege mit und beantwortet Fragen. Schildert Eure eigene Sichtweise, lasst aber Raum für andere Sichtweisen.

Wir haben hier zwei Bücher für Kinder die das Thema Tod und Sterben thematisieren. Das erste ist Die besten Beerdigungen der Welt von Ulf Nilsson und Eva Eriksson. Ich liebe dieses Buch. Ich mag die Stimmung darin so sehr. Deshalb will ich ganz dringend schnell jetzt noch Als wir allein auf der Welt waren vom selben Autoren/Illustratorenteam haben.
Und seit kurzem haben wir auch noch Und was kommt dann? von Pernilla Stalfelt. Von ihr hatten wir schon das Buch So ein Kack. Elvis findet ihren Stil furchtbar, bzw findet er, dass sie keinen Stil hat (er räumt aber ein, dass es ein paar wirklich gute Stellen in den Büchern gibt). Ich mag ihre Bücher und Pelle und Luzie auch. Sie sind sehr unkonventionell und wirken wie eine Krawalltante in meiner Pastellwelt. Aber genau deshalb brauchen wir die hier. Kann ja nicht Alles immer nur Taupe oder Mauvefarben sein.



*Als Luzie drei Jahre alt war - und mittendrin in der magischen Phase - hatten wir Kaninchen. Die haben Junge bekommen und Pelle und Luzie wollten die so gerne anfassen. Das war absolut verboten. Leider hat die doofe Kaninchenmutter die Jungen nach ein paar Tagen aus dem Nest geworfen. Eins nach dem anderen starb. Wir haben die toten Kaninchenkinder in einen Pappumschlag getan, um sie später am Tag zu begraben. Als alle großen Hofbewohner eine Zeit lang beschäftigt waren und Luzie allein im Hof war, nutzte sie die Gelegenheit. Wir kamen in den Hof und da saß sie. Die toten Kaninchenkinder hatte sie um sich herum verteilt und spielte mit ihnen.

Donnerstag, 25. April 2013

Donnerstagsakademie [torsdag akademi]

Ich hänge mich mal an Kardiomuffelchen dran. Sie möchte immer wieder donnerstags von dem Schulfreien Leben ihrer Kinder berichten. Da ich grad heute ein Buch von Arno Stern gelesen habe, in dem es um seine Donnerstagsakademie ging, nehme ich das als Zeichen, dass ich auch immer donnerstags von unserem Schulfreien Leben berichten soll. Die Apfelbaumhausdonnerstagsakademie also.

Erstmal in ein paar kurzen Sätzen wie unser schulfreies Leben aussieht.
Die Kinder lernen informell. Das heißt sie lernen das, was sie interessiert.
Dazu lernen sie noch in vielen praktischen Bereichen rund um Haus und Hof, einfach weil sie ein Teil der Gemeinschaft sind und mithelfen. Die meisten Kinder werden aus dem Alltag wegorganisiert und lernen dann theoretisch etwas über die praktischen Tätigkeiten, die ihre Eltern zu Hause erledigen. Da kann man doch echt nur den Kopf schütteln. Also, allein dadurch dass die Kinder immer mit dabei sind, wissen sie schon unglaublich viel über ihre Welt.
Als dritte Kategorie haben wir dann noch eine Hand voll von Fertigkeiten, die nicht von selber im Alltag auftauchen, die Elvis und mir aber sehr wichtig sind. Die übe ich mit den Kindern. Immer mal wieder, so wie es passt, machen wir ein paar Dinge. Eigentlich läuft das sehr geschmeidig. Ich brauche nur Material aufzutischen und schon fängt es an. Bei einigen Dingen erkläre ich, dass es mir wichtig ist, dass die Kinder das kennen und können und dann finden wir einen Weg wie wir das gemeinsam üben können. Nur ganz selten wenn ich maulig bin, sage ich dass ich jetzt aber will, dass ein paar bestimmte Dinge eingeübt werden. Aber dafür beiße ich mir hinterher immer selber in den Hintern, weil es einfach absolut unnütz ist.

Die Kinder sind den ganzen Tag beschäftigt. Immer haben sie etwas zu tun. Ich achte darauf, dass wir jeden Tag etwas für den Körper und etwas für den Kopf tun. Aber so richtig bewusst geplant ist das auch nicht. Ich merke einfach, wenn wir nicht mindestens ein mal am Tag wirklich in Bewegung kommen werde ich matschig. Und das ist natürlich absolut Jahreszeitenabhängig. Jetzt wo es wieder so warm ist, fallen Pelle und Luzie morgens aus dem Bett in den Garten und kommen nur zum Schlafen wieder ins Haus. Und in den dunklen Monaten dümpeln wir viel im Haus rum. Bei Schnee sind die beiden aber dann wieder ständig draussen.

Heute waren wir den ganzen Tag ums Haus beschäftigt. Wir haben Beete angelegt und gepflegt, Matschburgen gebaut, mit Kreiden gemalt, Luzie ist Fahrrad gefahren, ich habe Kuchen gebacken, Elvis und ich haben draussen in der Sonne ganz viele Planungsgespräche geführt, Pelle hat mit Lego gebaut, es wurde im Apfelbaum geschaukelt, mit Schafen über die Wiese gehüpft, auf den Ponys geritten (Pelle und Luzie alleine auf der Koppel), mit den Ponys grasen gegangen (da bin ich mitgegangen)... Pelle hat gestern und heute mit dem iPad ein Hörbuch für Luzie eingesprochen. Er hat sich letztes Wochenende auf dem Flohmarkt vier Der kleine Drache Kokosnussbücher gekauft. Er ist eigentlich schon bei Büchern mit mehr Text und kleinerer Schrift, deshalb braucht er für ein Buch auch nur zwei Stunden, aber sie haben ihm trotzdem sehr gefallen. Und er hat sich gedacht, um mehr von den Büchern zu haben liest er sie hinterher auch noch Luzie vor. Da er aber nicht immer dann Lust hat vorzulesen, wenn Luzie das wünscht - hat er das Hörbuch aufgenommen. Lustigerweise gehört der Audible-Ansagetext für Luzie und Pelle ganz selbstverständlich vor jedes Hörbuch, also fängt alles Vorgelesene immer mit "Audible. Clever lesen. Einfach Zeit sparen." an.
Jetzt ist es kurz vor zehn und Pelle und Luzie sitzen bettgehfertig hinter mir auf dem kleineren Familienbett und machen auf dem iPad Musik. Ein erfüllter Tag. So soll es sein.



Freitag, 5. April 2013

Die Glasglocke

Ich fand es albern, mich an einem Tag zu waschen, wenn ich mich am nächsten gleich wieder waschen sollte.
Schon der Gedanke langweilte mich.
Ich wollte alles ein für allemal erledigen und dann fertig sein. [Plath: 1963, Die Glasglocke]

Sylvia Plath war eine Schriftstellerin. Sie hat zwei sehr unterschiedliche Leben geführt und sich am Ende selbst getötet, in dem Jahr als ihr einziger Roman erschien.


Dienstag, 26. März 2013

Make Love [kærlighed]


Letztes Jahr war Pelles Freund Bo Andrasson mit seiner Mama bei uns. Bo ist genauso alt wie Pelle, hat aber wesentlich mehr Kontakt mit Informationen rund um das Thema Sex, weil er auf einer Schule ist und diese Informationen auf dem Schulhof natürlich Tagesgeschäft sind. Und da sind die Informationen auch um einiges härter als in Pelles Welt. Bo kommt damit gut zurecht und seine Mama hatte ein Buch dabei, welches sie Bo als Rückendeckung geben wollte. Ein Buch in dem alles erklärt wird. Damit er weiß, was die Wörter die da auf dem Schulhof rumgeworfen werden bedeuten. Ich hab mir das Buch angesehen und entschieden, dass Pelle dafür noch nicht bereit ist. Aber das Buch habe ich fest eingeplant für den Moment wo Pelle die passenden Fragen stellt. 

Das Buch heißt Make Love und ist als Aufklärungsbuch für Jugendliche gedacht. Das Buch zeichnet sich zum einen durch eine komplette Tabufreiheit aus und zum anderen durch Fotos von allem was es gibt. 


Die Texte sind von zwei Sozialwissenschaftlerinnen, erklären alles, klingen absolut ehrlich, sind aber nicht anbiedernd (zum Beispiel an die Jugendsprache). Die Fotos zeigen alles was man wissen will, sind aber nicht eklig.


Hier ist der Amazonlink zu Make Love.

Hier ein Artikel in der taz.







Montag, 18. März 2013

Wie Kinder gemacht werden [hvordan børn er lavet]





Als Pelle fünf Jahre alt war und ich gerade mit Luzie schwanger, wurden die Fragen wie Kinder entstehen hier viel besprochen. Danach hatte ich wochenlang einen weinenden Pelle auf dem Schoß. Er fand es total gemein, dass er sich eine andere Frau zum Kinder machen suchen sollte. Er wollte auch mich. Elvis durfte ja auch mit mir verheiratet sein. Wieso also nicht er? Er fühlte sich ausgeschlossen. Wo wir doch bis zu diesem Zeitpunkt in seiner Wahrnehmung ein Dreiergespannt waren.

Genauso, nur nicht ganz so schmerzvoll und heftig, ging es letztes Jahr Luzie, als sie realisierte, dass auch sie sich später einen eigenen Mann suchen muss und nicht Elvis heiraten kann. Sie hatte dann noch den Plan Pelle zu heiraten und mit ihm Kinder zu bekommen. Das wollte Pelle aber nicht. 

Seit letzter Woche ist Luzie nun mit Neil Feeson (der ist sechs Jahre alt) verlobt und ist glücklich. Pelle hatte sich damals, nachdem er verstanden hatte, dass er sich eine eigene Frau suchen muss, direkt mit Philine Ulriksdóttir verlobt. Sie war auch fünf Jahre alt und einen Kopf größer als Pelle. Bis vor kurzem war diese Abmachung für ihn auch immer verbindlich. Die beiden haben sich aber seit vier Jahren nicht mehr gesehen und Pelle hat vor einigen Wochen realisiert, dass Verlobungen die man mit fünf Jahren beschließt eventuell nicht zu einer Heirat führen. Aber wer weiß...

Pelle ist seit einiger Zeit sehr interessiert an den Themen Liebe und Sex. Für ihn ist das aufregend. Luzie hat da bisher ein unbefangenes neutrales Forscherinteresse daran. Wir reden natürlich ganz viel darüber. Und wir haben eine Reihe Bücher zu den Themen hier, die alle auch Pelles und Luzies Horizont entsprechen. Luzie schaut sich die Zeichnungen an. Pelle liest die Texte interessiert durch, bespricht gelesenes mit uns und macht sich Gedanken.


Unsere Bücher sind:

Ein Baby für uns alle!


*Zu dem Astrid Lindgrenbuch Ich will auch Geschwister haben. muss ich noch etwas sagen: wir haben das Buch hier und ich mag auch die Bilder. Nur gibt es Textpassagen, die ganz furchtbar sind. Das Stillkind wird als dauerschreiendes Wesen beschrieben und das Geschwisterkind wird mit moraltriefenden Aussagen  zur Mithilfe genötigt.