Samstag, 4. Mai 2013

Der Tod [de død]

Kinder interessieren sich irgendwann für den Tod. Lange Zeit befinden sie sich in der magischen Phase, in der ihnen der Tod noch nicht bedrohlich erscheint*. Und dann tauchen irgendwann Fragen auf. Gespräche mit den Eltern oder anderen Erwachsenen sind da sehr wichtig. Die Eltern können erklären was der Tod für sie selbst bedeutet, ob und was ihnen Angst macht. Wenn einem die Worte oder die Ideen fehlen sind Bücher hilfreich. Als Gesprächsanlass. Eltern und Kinder können die Bücher gemeinsam anschauen und darüber sprechen. Es ist wichtig die Kinder reden zu lassen.
Hört ihnen zu, geht ihre Gedankenwege mit und beantwortet Fragen. Schildert Eure eigene Sichtweise, lasst aber Raum für andere Sichtweisen.

Wir haben hier zwei Bücher für Kinder die das Thema Tod und Sterben thematisieren. Das erste ist Die besten Beerdigungen der Welt von Ulf Nilsson und Eva Eriksson. Ich liebe dieses Buch. Ich mag die Stimmung darin so sehr. Deshalb will ich ganz dringend schnell jetzt noch Als wir allein auf der Welt waren vom selben Autoren/Illustratorenteam haben.
Und seit kurzem haben wir auch noch Und was kommt dann? von Pernilla Stalfelt. Von ihr hatten wir schon das Buch So ein Kack. Elvis findet ihren Stil furchtbar, bzw findet er, dass sie keinen Stil hat (er räumt aber ein, dass es ein paar wirklich gute Stellen in den Büchern gibt). Ich mag ihre Bücher und Pelle und Luzie auch. Sie sind sehr unkonventionell und wirken wie eine Krawalltante in meiner Pastellwelt. Aber genau deshalb brauchen wir die hier. Kann ja nicht Alles immer nur Taupe oder Mauvefarben sein.



*Als Luzie drei Jahre alt war - und mittendrin in der magischen Phase - hatten wir Kaninchen. Die haben Junge bekommen und Pelle und Luzie wollten die so gerne anfassen. Das war absolut verboten. Leider hat die doofe Kaninchenmutter die Jungen nach ein paar Tagen aus dem Nest geworfen. Eins nach dem anderen starb. Wir haben die toten Kaninchenkinder in einen Pappumschlag getan, um sie später am Tag zu begraben. Als alle großen Hofbewohner eine Zeit lang beschäftigt waren und Luzie allein im Hof war, nutzte sie die Gelegenheit. Wir kamen in den Hof und da saß sie. Die toten Kaninchenkinder hatte sie um sich herum verteilt und spielte mit ihnen.

5 Kommentare:

  1. Vor zwei Jahren etwa, an Fronleichnam, es war Sonntag, kam die Sendung mit der Maus und war komplett über das Thema "Tod" gestaltet. In dieser Folge kam auch der Kurzfilm "Ente, Tod und Tulpe" welcher Fynn sehr gefallen hatte. Wir haben diesen dann auf DVD besorgt und ab und an sieht er ihn an, anschließend sprechen wir darüber, wenn er möchte. Glücklicherweise hatten wir bzw er noch keinen direkten Kontakt mit Tod oder Toten.

    AntwortenLöschen
  2. Ihr braucht noch das Buch: "Der kleine Tod".
    Unbedingt.

    AntwortenLöschen
  3. Ein wichtiges Thema. Meine Tochter hatte diese "magische" Phase sehr lange, das Thema Tod wurde zwei Jahre lang durchgekaut. Bis ich mehrere Bücher anschleppte zu dem Thema und es ihr dann irgendwann zu langweilig wurde ;-) Sie sollte wohl einfach nur mal eine andere Sichtweise als meine hören :-)

    AntwortenLöschen
  4. Die Beschreibung "magische Phase" für die Zeit gefällt mir ... sehr und ich danke für die Buchhinweise ...

    AntwortenLöschen