Zur Zeit sind wir zu Gast im Wendland. Dort tobt die KLP und die Mützingenta. So müsste es immer sein. Künstler und Schaffende des Landkreises Lüchow Dannenberg öffnen ihre Werkräume und zeigen was sie tun. Und wir können mitmachen. Gestern haben wir einem Steinmetz zugeschaut und herausgefunden wie er die Buchstaben so ordentlich auf den Stein bringt. Pelle und Luzie gehen jeden Tag schnitzen und sind voll im Schnitzfieber. Heute sind wir noch mal mit dem Steinmetz verabredet um Speckstein zu schnitzen statt Holz. Deshalb komme ich auch gerade nicht zum Schreiben.
Wenn nicht gerade KLP ist, gehen wir auch in Werkstätten. Das ist einfach. Wir überlegen worauf wir Lust haben und ich mache Jemanden ausfindig, der so etwas macht. Dann frage ich, ob wir mal vorbei kommen und zuschauen können. Bisher war nur ein einziger Handwerker dabei der flapsig geantwortet hat, dass er keine Kinderbespaßungsanstalt sei. Dabei hatte ich ihm genau beschrieben, dass es eben nicht um ein Kinderprogramm geht, sondern um die echte Werkstattarbeit. Ansonsten haben wir nur gute Erfahrungen gemacht. Pelle geht schmieden bei einer Kunstschmiedin, wir gehen töpfern bei einer Töpferfrau, wir veranstalten Miniworkshops mit einem Physiker oder helfen in einer Ziegenmolkerei oder auf einem Archehof. Die meisten Menschen sind erfreut, wenn wir anfragen und zuschauen. Wir bezahlen den Leuten natürlich ihre Arbeit. So eine Handwerkerstunde kostet meist zwischen 20 und 30 Euro. Wenn ein Freund oder eine Freundin von Pelle und Luzie auch noch mitmacht können wir uns die Stunde teilen. Aber viele Leute wollen für eine Schnupperstunde (in Wirklichkeit sind es meist eher drei Stunden) in ihrem Betrieb gar kein Geld.
Das finde ich super, wie ihr das macht!!! Ich bin auch ehrlichgesagt ziemlich neidisch, wie du das so hinbekommst ;-)
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