Montag, 15. Juli 2013

Versteck [skjule]

Angst vor der totalen Überwachung. Ich habe da keine feste Meinung oder Sorge. Ich schaue einfach wie die Reise läuft, nicht wo sie hingeht. Groß geworden bin ich mit dem Wissen, dass der Wald stirbt. Und wir mit ihm. Oder dass der dritte Weltkrieg kommen wird und uns alle nieder metzelt. Und wenn es kein Weltkrieg ist, wird irgendein Idiot eine Atombombe zünden und wir werden alle wie die beiden Leute in Wenn der Wind weht enden. Welches der Ereignisse uns umbringt, war nur eine Frage der Zeit und eben wer zuerst zuschlägt.
Bis heute ist nichts von dem eingetreten. Der Wald ist noch da.*

Und das Fazit, welches ich FÜR MICH daraus ziehe ist: bange machen gilt nicht.
Das heißt ja nicht, dass ich nicht sehr viel Energie aufwende um hier allen Müll zu verhindern, und den Müll der es in unser Haus schafft trenne soweit wie möglich. Wir haben die kleinste Mülltonne die man für einen Vierpersonenhaushalt bekommen kann. Und Minimum melde ich dort grade erst mal nicht an. Denn wenn die wissen, dass wir nun zu fünft sind müssen wir eine größere Mülltonne benutzen.

Ich melde sie dort nicht an. Aber vielleicht ist ja die Müllabfuhrgesellschaft mit dem Geburtenregister vernetzt?

Ich habe keine Angst vor der totalen Überwachung. Ich sorge mich nicht darum. Ich bewundere Edward Snowden. Klar. Den Mut zu haben den Großen in den Hintern zu treten ist bewundernswert. Und das was er der Öffentlichkeit erzählt hat ist beeindruckend. Und das es ganz viele schlaue Menschen gibt, die sich mit dem Thema auseinandersetzen ist super wichtig. Und ich lese deren Texte gerne und bin auch gerne Informiert.

Ich denke aber es ist ein Katz und Maus spiel, welches schon läuft seit es Menschen gibt. Nur die Werkzeuge ändern sich.

Es gibt zum Beispiel Adam Harvey. Der beschäftigt sich mit den Werkzeugen der Überwacher und entwickelt Methoden diese Werkzeuge zu umgehen oder auszutricksen. Und wenn man sich die Make-Ups und Frisuren anschaut, die es den Gesichterkennungsprogrammen schwer bis unmöglich machen ein Gesicht zu erkennen, sieht das doch wirklich aus wie schon in hunderten Sciencefiction-Filmen prophezeit. Herzlich willkommen in der Zukunft.



Wir leben mit diesen Gefahren. So wie alle Menschen vor uns schon mit den Gefahren ihrer Umwelt gelebt haben. Irgendwann einmal lief man gefahr von einem anderen Homosapiens mit einer Keule erschlagen zu werden, weil man das besser Kaninchen gefangen hatte. In manchen Teilen der Welt es ist es nach wie vor gefährlich als Frau rum zu laufen, weil es Arschlöcher gibt die einen dann als Freiwild ansehen. Oder als Mensch in den Wald zu gehen, weil dort Tiere leben die größer sind als wir oder spitzere Zähne haben oder ganz winzig sind und Gift haben. Hier bei uns ist es also die Überwachung. Und wir schützen uns dagegen so gut es geht. Fertig.

Wir sagen unseren Kindern, dass sie nicht mit ihren Klarnamen im Internet auftauchen sollen. Helfen ihnen dabei Pseudonyme zu entwickeln. Ich achte darauf, dass sich bestimmte Lebensthemen nicht überschneiden. Ich künde nicht im Blog an wann wir weg fahren. Ich bin vorsichtig, wo es mir sinnvoll erscheint. Aber ich bleibe dabei entspannt.

*Ich baue uns ein Earthshiphouse, wenn ich mal genug Zeit und Kraft habe.

1 Kommentar:

  1. Das Earthshiphouse muss hier irgendwo in meiner Nähe stehen, noch hab ich aber niemanden gefunden der hier WIRKLICH dran arbeitet.

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