Donnerstag, 25. April 2013

Deocreme [creme]

Es funktioniert!
Nach meinem Text zu den Deos und dem bösen Aluminium hat mich eine liebe Freundin auf die Deocreme von Waldfussels wunderbare Wohlfühlseifen hingewiesen.
Zuerst fand ich die Vorstellung komisch mir Creme unter die Arme zu schmieren und dann fand ich es auch in Wirklichkeit komisch mir Creme unter die Arme zu schmieren.
Aber es wirkt!
Kein Schweißgeruch mit Blümchen mehr. Gar nichts. Einfach nur sauber und frisch und trocken.
Ich hatte kurz gezögert, weil in der Creme Zink ist. Ich dachte, dass das Zink die Poren ganz schön zukleistern könnte. Aber meine allerliebste Hexe, die auch über ein wirklich umfangreiches Wissen im Bereich der kosmetischen und heilsamen Zutaten verfügt hat mich beruhigt. Sie meinte, dass das Zink höchstens allerschlimmstenfalls weiße Flecken auf den Klamotten (oder auch Kaplotten - wie Luzie sagt) macht. Aber davor hatte ich keine Angst und hab es ausprobiert. Und wie gesagt, es ist wirklich gut. Ich hab auch einer Freundin, die Hausärztin ist, welche für einen echten Praxistest mitgegeben.


Meine absolute Lieblingscreme ist Kamille-Lavendel. Die riecht ganz angenehm dezent und frisch. Die anderen Sorten sind mir ein bisschen zu herb. Was ich mich noch frage ist, was machen Menschen die sich nicht die Achseln rasieren? Da dürfte es schwierig sein die Creme zu verreiben. Für mich ist es auf jeden Fall gerade genau das Richtige. Auch die ersten sehr warmen Tage mit Gartenarbeit hat die Creme gut hinbekommen. Danke liebe Frau Pilli für diesen superwertvollen Hinweis. Das ist eine echte Bereicherung. Jetzt muss ich nur noch so ein Sonnensystemmodell, wie Du es hast finden. Dann bin ich bis Weihnachten glücklich.

Freitag, 19. April 2013

Stifte für Frauen

Ein Produkt aus dem Absurditätenkabinett der Pinkifizierung. Ein Stift für Frauen. Wie Ellen Degeneres bemerkt, haben wir Frauen also die letzten Jahre immer mit Männerstiften geschrieben. Unglaublich.


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Schaut Euch mal die Bewertungen an: BIC Cristal for Her.

Philosophieren mit Kindern [filosofi]

Pelle lernt zur Zeit ganz viel über Stop-Motion-Filme. Er besucht regelmäßig Workshops in einer Filmschule, zeichnet Daumenkinofilme mit der App Flip it! und macht eigene kleine Filme mit seiner Kamera.
Hier ist ein wunderschöner Kurzfilm von Joseph Wallace. Der eignet sich ganz doll, um mit Kindern zu philosophieren. Erst den Film anschauen und dann darüber reden was in der Geschichte passiert. Dabei bitte nicht dem Kind erzählen was Ihr denkt, sondern dem Kind zuhören was es denkt. Und verfolgen wie sich die Gedanken des Kindes entwickeln.


The Man Who Was Afraid of Falling from Joseph Wallace.

Mittwoch, 17. April 2013

Pinkifizierung

Ist Pinkifizierung etwas schlimmes?

Immer wenn ich zu meinem Vater gesagt habe, dass ich vielleicht Professor werden will, sagte er "Du meinst Professorin".

In meiner Welt (mein Gehirn, meine Kernfamilie und meine Freunde) gibt es keinen gelebten Sexismus. 

In meiner Welt kann ich mir aussuchen, ob ich Professor oder Professorin werde. Und ich möchte lieber Professor werden, das Wort ist einfach hübscher (jaaa.. der eingefleischte Feminist möchte jetzt hier einhaken und sagen, dass das aber nur daran liegt, dass ich es eben gewohnt bin bei akademischen Graden von der männlichen Version zu sprechen bzw. zu hören. Natürlich! Da haben wir die direkte Auswirkung von sprachlichem Sexismus. Aber vielleicht ist auch einfach das Wort hübscher...?).

Mir ist klar, dass es da draussen ausserhalb meiner Welt, ganz anders aussieht. Wenn ich hinschaue sehe ich da auch ganz gruselige Dinge. Und ich meine noch nicht mal die Frauenverachtenden Umstände in vielen Ländern. Ich meine den alltäglichen unaufälligen gesellschaftlich anerkannten Sexismus. Manchmal komme ich mit den sehr harmlosen (aber nicht unwirksamen) Formen in Kontakt. Zum Beispiel wenn Pelle wegen seiner langen Haare konsequent als Mädchen gesehen wird und Luzie wegen einer blauen Mütze ein Junge sein muss. Oder das Pelle so viel liest. Im Buchladen ist das jedes mal ein Thema, dass er ja obwohl er ein Junge ist, Bücher mag. 

Ich bin ohne diese Geschlechterrollen groß geworden. Dank einer absoluten 68er Umwelt, kippte das eher ins Gegenteil. Jungs und Mädchen sind gleich. Mädchen sollten auch Fussball spielen und Jungs stricken. Alle Pinkifizierung ist gemacht und nicht angeboren. Das war Fakt.

Auch im Psychologiestudium wurde noch mal untermauert und mit Studien belegt, dass die geschlechtsspezifischen Vorlieben durch die Gesellschaft ins Kind kommen.

Ein interessanter Moment war dann, als Luzie mit zwei Jahren alle pferde- und elfenähnlichen Tiere aus Pelles großer Schleichtierkiste raus sammelte und mitnahm. Die Vorliebe für Ponyhöfe schien also doch genetisch. Aha.

Ich hatte in meinem Biostudium die geisteswissenschaftlichen Aspekte (Gender), mit denen ich aufgewachsen bin, noch um die Weisheiten der Naturwissenschaft (Männer haben einen Penis und Frauen eine Scheide) ergänzt. Es gibt Unterschiede zwischen Jungs und Mädchen.

Auch meine Mutter ist nach einigen Jahren als Grundschullehrerin von der einfachen Jungs und Mädchen sind gleich - These zu einer etwas differenzierteren gewechselt.

Wenn ich mir Proteste der Feministinnen anschaue, denke ich oft "Oh mann, muss das wirklich sein?". Und dann schaue ich mir die kritisierten Produkte an und denke "Das ist nicht wahr, oder?! Das gibt es doch nicht wirklich! Das ist doch eine Parodie?! Das muss eine Parodie sein!" oder ich denke einfach nur "Hä!?".

Ich kann es immer gar nicht fassen, wie dummdreistsexistisch z. B. Werbung für Kinder ist. Wie heftig fest getackert die Rollenklischees da abgerufen werden. Und dann stelle ich mir die Familie aus dem Nachbardorf vor. Die haben sechs Kinder. Bei denen läuft den ganzen Tag der Fernseher, und zwar nicht Arte und 3Sat. Die werden quasi permanent mit diesen abstrusen Rollenklischees zugeschüttet. Und da ist es dann für mich auch verständlich, dass Feministinnen aktiv werden. Obwohl in meiner Welt dafür eigentlich der Werbeaufsichtrat zuständig ist solche beschämenden Dummheiten zu unterbinden. Das kann doch niemand wirklich produzieren und schon gar nicht freiwillig konsumieren!?

Hier zum weiterlesen: Pinkstinks

Und hier ist eine Bloggerin, der Ihr mal kurz zuhören solltet.



Danke Ka fürs aufmerksam machen.

Das wünsche ich mir

Es gibt Leute in England die den Inhalt ganzer Bücher auf ein Poster drucken. Ich finde die wundervoll und fange jetzt an die Weihnachtswunschliste zu schreiben...

Die Seite auf der die Poster gekauft werden können heißt spinelessclassics.

Zum Beispiel gibt es dort dieses Poster.




Dienstag, 16. April 2013

Minimum pinkelt ins Klo

Wenn ich Minimum übers Klo halte und ihr sage, dass sie pischern soll - macht sie das.

Im Studium in der Vorlesung zur medizinischen Psychologie habe ich gelernt, dass der Nerv, der von der Hüfte bis zum Gehirn führt, der für die Kontrolle der Blase zuständig ist erst mit ca. 2 Jahren ausmyelinisiert ist und korrekt funktioniert. Und dass das ein Grund sei, warum Kinder erst ab ca. zwei Jahren überhaupt trocken werden können. Und dass jedes Töpfchentraining vorher reine Schikane des Kindes sei. Das hat uns ein Professor mit mehreren naturwissenschaftlichen Doktortiteln erzählt. Und ich hab es geglaubt. Und Pelle trug Windeln. Lange. Weil ich ihn ja auch auf gar keinen Fall zu etwas drängen wollte. Und weil es für die psychologische Entwicklung und Gesunderhaltung ja auch wichtig ist, dass er die Autonomie bezüglich seines Körpers und seiner Bedürfnisse behalten kann. Dachte ich.

Aber das ist alles Quatsch.

Die meisten Kinder dieser Welt wachsen ohne Windeln auf. Nur uns ach-so-zivilisierten Industrienationenbürgern wird untergejubelt, dass es ohne Windeln gar nicht geht. Die Windelfabrikanten sind stark daran interessiert neue Märkte zu erschließen. Deshalb gibt es schon seit Jahrzehnten in Asien Büros, die mit sozialen Studien herausfinden sollen, wie man der asiatischen Bevölkerung klar machen kann, dass auch sie unbedingt Windeln für ihre Kinder brauchen. Ein Argument, das so geboren wurde: mit einer Windel schützt man die Intimsphäre des Kindes. Und die hoch entwickelten Europäer tun genau das. Sie schützen mit den Windeln die Intimsphäre des Kindes. Und der gut gebildete anspruchsvolle Asiate sollte das doch dann dem Kinde zu Liebe auch tun. Und es wirkt. Leider. Entschuldigt die Verallgemeinerung, Asien ist riesig und hat unfassbar unterschiedliche Länder, Völker und Gemeinschaften. Das weiß ich.

Die zwei Freundinnen Julia und Nicola haben das für Deutschland mal in professionelle Hüllen gekleidet und informieren über die Hintergründe und die Praxis des windelfreien Lebens.

Julias Seite zum Thema: Windelfrei.
Hier ist Nicolas Blog: Windelfrei.

Hier ein Beitrag eines Vaters: Väterzeit.

Montag, 15. April 2013

Veilchenwurzel [violrod]


Die Veilchenwurzel ist gar keine Veilchenwurzel. Sie heißt nur so, weil sie nach Veilchen schmeckt. In Wirklichkeit ist es ein Wurzelteil der Schwertlilie.

Minimum hat eine Veilchenwurzel, um darauf rum zu kauen. Beim Kauen werden die ätherischen Öle gelöst und wirken beruhigend und tröstend. Und in der Wurzel sind Schleimstoffe, die sich beim Kauen im Mund ausbreiten und kühlen. Das hilft bei Zahnungsbeschwerden. Das was den kleinen Menschen so weh tut ist meist nicht der Moment in dem der Zahn aus dem Zahnfleisch raus kommt. Wenn der Zahn sich im Kieferknochen vorwärts schiebt drückt es ganz furchtbar. Und dann gibt es die schlaflose Nächte und Gezappel beim Stillen. War doch das Stillen für das Kind bisher immer etwas gemütliches beruhigendes, merkt das Kind jetzt in dem Moment den Druck im Kiefer besonders. Pelle, Luzie und auch jetzt Minimum fanden und finden dann die weiche Brust anscheinend ganz doof. Dann ist etwas hartes auf dem man rum kauen kann angenehmer. Beim Stillen wird dann ständig abgedockt und sich durchgestreckt und geschimpft und wieder angedockt und wieder abgedockt.

Bei Minimum können wir seit gestern die Stelle sehen wo der erste Zahn durchkommt. Dort ist das Zahnfleisch blau-grau und in der Mitte schimmert die Spitze eines Zahnes. Bisher ist sie ganz gut drauf. Aber richtig anstrengend wird es ja auch meist erst bei den Backenzähnen. Mit Luzie hab ich vor fünf Jahren Stunden auf dem Hüpfball verbracht. So lange sie wach war, war alles in Ordnung. Aber wenn sie müde war und schlafen wollte hat sie der Druck im Kiefer so gequält, dass sie untröstlich wurde. Wenn ich mit ihr im Tragetuch auf dem Hüpfball ganz energisch rumgehopst bin konnte sie einschlafen. Aber so bald ich wieder etwas seichter in der Bewegung wurde, wurde sie wach und weinte wieder. Das ging pro Backenzahn ca. drei Nächte lang. Tagsüber sah ich aus wie ein Zombie und sie war quitschfidel.


Mittwoch, 10. April 2013

Die Nackte und das Krokodil




Pelle: Wieso steckt die nackte Frau da ihren Kopf in das Maul von dem Krokodil?
Katrin: Das ist aus einem Film. Ähm..... In Filmen werden nicht nur Geschichten erzählt, da gibt es auch viel abstruses Zeug... ... ... ... das ist Kunst.
Pelle: Würde ich ja nicht machen. Nicht für eine Millionen Euro würde ich meinen Kopf in das Maul von einem Krokodil stecken! Das ist ja total gefährlich. Was ist denn wenn das Krokodil der Schauspielerin den Kopf abbeisst?
Katrin: Nee, das kann nicht passieren. Das Krokodil ist ja ausgestopft.
Pelle: Dann ist es ja keine Kunst.

Hier fliegen zwei Zeitungen rum. Die taz und die Zeit. Wenn Pelle das Feuer anmacht, sitzt er meist vor dem Ofen und studiert die Zeitungen bevor er sie zum Feuer anmachen benutzt. Das hat in letzter Zeit oft zu Informationen geführt die nicht gerade einfach sind. Da waren Bilder von toten Rebellen die auf dem Boden lagen und Soldaten standen mit ihren Stiefeln drauf. Es gab ein großformatiges Foto aus einem Zombiefilm. Immer wieder Fotos von menschlichem Elend.

Wie macht ihr das denn?

Es kann doch nicht sein, dass wir hier keine Zeitung mehr haben können. Ich habe Pelle jetzt gebeten da nicht drin rum zu stöbern.

Mit dem Radio ist es das Selbe. Wir haben hier den ganzen Tag Radio laufen. Entweder MDR Figaro oder NDR Kultur. Dort gibt es zwar auch Nachrichten, aber mit sehr moderatem Vokabular. Werbung gibt es gar nicht (wäre ja auch noch schöner, wo wir doch fürs Radiohören jetzt monatlich ganz viel Geld an die sch.... GEZ zahlen!).
Kürzlich entdeckten Pelle und Luzie, dass es in Pelles CD-Spieler auch ein Radio gibt. Sie haben mit den Sendern rumgespielt, haben richtige Rockmusik gefunden und haben wild getanzt. Dann kam der erste Werbeblock und ich hab sie gebeten einen anderen Sender zu suchen. Pelle hatte das Radio dann ein paar mal an und hat berichtet, dass er einen Sender mit wirklich guter Musik gefunden hat und dass da auch nicht so viel Werbung läuft. Ich war relativ unaufmerksam, weil ich da überhaupt keine Gefahr vermutet habe. Und dann kamen dort irgendwann Nachrichten. Das Radio stand im Legozimmer. Und nach dem Spielen konnten alle anwesenden Kinder (12, 10, 6 und 5 Jahre alt) detailliert den Fall einer Mutter schildern, die ihre Säuglinge umgebracht hatte. Sie wussten wie sie die umgebracht hatte, wo sie sie begraben hat und wie lange sie dafür ins Gefängnis muss. Das war echt Mist.
Ich bin nicht dafür die Kinder von allem Elend fern zu halten. Absolut nicht. Sie müssen wissen, dass nicht alle Menschen nett sind. Und wir besprechen viele Dinge die in der Welt schief laufen. Aber was da mal eben so ins Kinderzimmer schwappt wenn das Radio an ist, ist echt zu viel.

Dienstag, 9. April 2013

Sexuelle Wesen von Geburt an



Kinder werden als sexuelle Wesen geboren. In der Entwicklung gibt es unterschiedliche Phasen. Drei PDF´s zu dem Thema gibt es von Morgens A.Lund in der Familylab-Bibliothek. Er ist ein dänischer Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin.

Teil 1

Teil 2 & 3
Teil 4

Ohne Uhr [uden ur]

Unsere Uhr ist kaputt gegangen. Und Elvis hat erzählt, dass früher in Schweden zu Urlaubszeiten alle Uhren weggeräumt wurden. Wir sind uns nicht sicher, ob das stimmt und ob - wenn es denn stimmt - heute dann auch alle Telefone mit Uhrzeitanzeige ausgeschaltet werden. Aber wir fanden es eine großartige Idee die nächsten Wochen ohne Uhr zu leben.

Gleichzeitig hatten wir eine Familienkonferenz zu dem Thema Schlafenszeiten. Im letzten Herbst hatte ich zum ersten Mal eine verhältnismäßig feste Schlafenszeit eingefordert. Pelle und Luzie sind dann immer so gegen 20.30 Uhr ins Bett gegangen.

In den Jahren davor gab es das nicht und meist waren Pelle und Luzie irgendwann zwischen 21.00 und 23.00 Uhr im Bett. Das lag auch daran, dass Elvis erst um 21.45 Uhr aus der Agentur Heim kommt. Ganz selten schafft er schon einen Zug früher und ist um 19.45 Uhr hier und oft genug schafft er nur den letzten Zug und kommt um 23.45 Uhr nach Hause. Oft haben Pelle und Luzie noch auf Elvis gewartet und dann sind wir alle zusammen schlafen gegangen.

Mit der festen Schlafenszeit hatten Elvis und ich dann meist Zeit noch gemeinsam zu reden und DVD´s zu schauen*.

Als jetzt die Tage wieder so viel länger wurden, war aber die Schlafensgehzeit 20.30 Uhr irgendwie nicht richtig. Das fühlte sich falsch an, die Kinder von draussen aus ihrer Matschlandschaft rein zu beordern damit sie ins Bett gehen. Also haben wir beschlossen wieder ein offenes Ende zu haben.

Ganz ohne Uhr leben wir natürlich nicht. Hier am Rechner habe ich eine Uhr und mein Telefon sagt mir rechtzeitig bescheid wenn wir zum Judo oder zum Voltigieren los müssen. Aber den restlichen Tag richten wir uns nicht mehr nach der Uhr, sondern nur nach Hunger und Müdigkeit.

Es ist merkwürdig wenn so ein Struktur gebendes Utensil weg ist. Ich schaue ständig zu dem Platz wo die Uhr hing, aber da hängt jetzt unser Kalender.

Ich weiß noch nicht ob ich mich so ohne zeitliche Struktur wohl fühle. Mal sehen.

*Mir ist Zeit allein mit Elvis wichtig. Und in den letzten zehn Jahren hatten wir so gut wie keine Minute für uns. Was aber hauptsächlich an seinem zeitraubenden Job liegt. Die paar Minuten die er dann hier ist, gehören auch den Kindern. Das sorgt unter anderem dafür, das Elvis und ich uns oft zanken, weil wir kein Thema in Ruhe und ausführlich zu Ende besprechen können. Das ist doof. Aber Elvis liebt seinen Job und will ihn unbedingt machen. Und ich habe nicht das Gefühl, dass ich mehr Recht auf Elvis habe als die Kinder. Zumal Elvis und ich viel per E-Mail und Telefon am Tag kommunizieren und so quasi Zeit und Inhalte miteinander Teilen. Und wenn die Kinder in zehn Jahren flügge sind haben Elvis und ich noch den Rest unseres Lebens zu zweit.
Wenn Pelle und Luzie mal gemeinsam bei Freunden übernachten und wir hier plötzlich allein sind, ist das immer etwas irritierend. Und so richtig können wir uns dann auch nicht beschäftigen.