Montag, 8. April 2013
Jabba der Hutte
Wir haben böses Kaugummi gekauft. Sonst gibt es hier immer nur ödes Ökokaugummi. Aber mit dem kann man keine Blasen machen. Also gab es heute eine Packung sehr grünes Zeug und viele große Kaugummiblasen. Und nach kurzer Zeit wurde dann Jabba der Hutte daraus.
Der Kommandant sagt...
Wir waren heute unterwegs. Und kamen an diesem Gebiet vorbei. Ganz schön gruselig. In unserem Dorf wohnt ein Bundeswehrtaucher. Den werden wir mal fragen was da so alles rum liegt und was die Jungs dort genau machen. Klar, üben. Aber laufen die da wirklich in dem Wald umher und ballern mit scharfer Munition rum?
Samstag, 6. April 2013
Freitag, 5. April 2013
Die Glasglocke
Ich fand es albern, mich an einem Tag zu waschen, wenn ich mich am nächsten gleich wieder waschen sollte.
Schon der Gedanke langweilte mich.Ich wollte alles ein für allemal erledigen und dann fertig sein. [Plath: 1963, Die Glasglocke]
Sylvia Plath war eine Schriftstellerin. Sie hat zwei sehr unterschiedliche Leben geführt und sich am Ende selbst getötet, in dem Jahr als ihr einziger Roman erschien.
Donnerstag, 4. April 2013
Luzies Praktikum
Luzie hat ein Praktikum gemacht. Das war ganz einfach. Wir haben bei einer ganz tollen Frau, die einen Archehof hat, gefragt und dann gings los. Luzie ist fünf Jahre alt und deshalb haben wir drei Tage mit jeweils 2.5 Stunden verabredet. Wir haben sie morgens um 7.40 Uhr dort abgeliefert. Am Abend vor dem Praktikum hatte die Mutter von Luzies Freundin angerufen, weil die Kinder ihr von dem Praktikum erzählt haben. Und da ihre Tochter gerade Schulfrei hatte, haben wir sie noch dazu geplant. Also standen dann Montagmorgens zwei tatkräftige Mädchen in der Küche des Archehofes und haben das Futter für die Tiere angerührt und gestampft. Die Mädchen haben die Fütterrunde mitgemacht, haben die Esel sauber gemacht und auf die Weide geführt. Sie haben Lämmer und Küken versorgt und auch den Eselauslauf sauber gemacht. Beide Mädchen waren schwer begeistert und wir planen dieses Praktikum jetzt drei oder vier mal pro Jahr ein.
Einen Teil der Tiere haben wir ja selber. Aber Luzie hat sich trotzdem gewünscht wo anders zu lernen wie man Ponys richtig sauber macht. Dass es jetzt Esel statt Ponys sind hat sie nicht gestört. Und für mich ist es auch sehr spannend zu sehen wie die Tiere bei jemand anderem versorgt werden. Beim Bringen und Abholen konnte ich immer noch ganz viele wertvolle Informationen für unsere Tiere mitnehmen. Bezahlt haben wir das Praktikum natürlich auch, was wegen dem langen Winter gerade ganz gut für den Hof ist. Denn hier wird überall das Heu knapp und deshalb teuer.
Das da Oben ist Luzies Praktikumsbescheinigung für ihr Portfolio. Pelle und Luzie haben jeweils so ein dickes Buch in das wir alle Urkunden, einige Fotos, Bescheinigungen (die mache ich meistens) und Eintrittskarten einkleben. So haben wir am Ende des Jahres einen schönen Überblick, was im Jahr so alles passiert ist. Für die Kinder ist es immer toll zurück zu schauen und sich zu erinnern wie das alles war. Und für uns Eltern ist es immer beeindruckend wie reichhaltig wir unsere Zeit verbringen. Da kommt schon wirklich viel zusammen.
Mittwoch, 3. April 2013
Dienstag, 2. April 2013
Zeig mal [vis mig]
Dummerweise gab es dann ein großes Missverständnis zwischen Elvis und mir.
Pelle bespricht die meisten Dinge mit mir, einfach weil ich die meiste Zeit mit ihm verbringe. Ich weise ihn schon länger darauf hin, dass es sinnvoll wäre die Dinge auch mit Elvis zu besprechen, weil Menschen unterschiedlich sind und unterschiedliche Erfahrungen und Informationen haben. Und gerade bei allen Themen die mit unserem Körper zu tun haben, ist es natürlich noch mal viel sinnvoller auch mit einem Mann zu sprechen.
Ich hab Elvis von der Filminformation erzählt und ihn gebeten auch mal mit Pelle zu sprechen, damit er vielleicht jungsspezifische Fragen besprechen kann. Allerdings hat Elvis aus meinem Hinweis fälschlicherweise herausgehört, dass er Pelle alle Fragen wahrheitsgemäß beantworten soll. Pelle hat gefragt, ob Menschen das was in dem Film dargestellt wurde auch in Wirklichkeit tun würden. Und Elvis hat geantwortet.
Daraufhin hatte ich einen überforderten weinenden Pelle bei mir. Die Information war zu groß für ihn. Er wollte das noch nicht wissen.
Es ist also ein schmaler Grat den wir da entlang klettern bei der Aufklärung.
Und dann kommt die Frage: welche Medien können wir den Kindern geben, um unsere Erklärungen und Erfahrungen noch zu ergänzen oder um ihnen eine Beschäftigung mit dem Thema ohne Eltern zu ermöglichen? Wir haben ja schon einige kindgerechte Aufklärungsbücher.
Aber Pelles Interesse geht weiter. Das Buch von Bo Andrasons Mama ist noch eine Nummer zu groß für Pelle.
Letzten Sommer erzählte meine Kindheitsfreundin Kathrin Grunisdóttir mir von einem Buch. Kathrin sagte, für sie waren die Informationen damals viel zu weitgehend und sie hat eindeutig einen Knacks davon getragen. Aber es sei ein Buch, das vielleicht für Pelle genau richtig ist und seine Fragen beantwortet. Das Buch heißt Zeig mal! und ist ein Aufklärungsbuch aus den Siebziger Jahren. Allerdings ist das Buch seit einigen Jahren nicht mehr im Handel. Der Fotograf Will McBride lies es in den Neunziger Jahren nicht mehr nachdrucken, weil es in den Jahren vorher immer wieder Anschuldigungen gegeben hatte, dass seine Fotos pornografisch seien. Es gibt auch noch ein weiterführendes Werk mit dem Titel Zeig mal mehr! für junge Erwachsene.
Wir haben die Bücher hier. Pelles Großvater hatte die in seiner Büchersammlung. Elvis und ich haben sie uns angeschaut und beschlossen, dass die Bücher noch nichts für Pelle sind und haben sie wieder eingepackt um sie zurück in die Büchersammlung zu bringen.
Später am Tag habe ich Elvis gefragt, ob die Bilder wirklich zu groß für Pelle sind oder ob nur wir Eltern an der Vorstellung von unserem Kind als kleinem unbedarften Kerlchen hängen. Wir haben geredet, uns zwischendurch gestritten und am Ende sagt Elvis: "Lass uns doch Pelle fragen". Was für eine großartige Idee! Ich hab Pelle also die Situation erklärt und er hat gesagt, dass er die Bücher anschauen möchte. Dann fragten wir noch, ob er die lieber allein oder mit einem von uns anschauen möchte und er sagte: "mit Elvis".
Die beiden haben dann also die Bücher angeschaut. Elvis sagt, das war absolut okay und undramatisch.
Ein Artikel in der Zeit von 1996 zu der Indizierung von Zeig mal!.
Montag, 1. April 2013
Ostern im Schnee
Der lange Winter (unser vierter Winter hier hier draussen). Gestern hat es noch ein mal geschneit. Ostereier im Schnee. Heute scheint die Sonne. Wir haben heute schon Runden auf den Ponys gedreht. Pelle war Barfuss im Watt und hat Luzie von Sandbank zu Sandbank getragen. Wir saßen in der Sonne, haben draussen am Wasser gestillt. Haben Schafkacke auf der Wiese zusammengeharkt. Jetzt machen wir grad Pause. Schreiben ein wenig (Elvis schreibt E-Mails an alte Freunde und ich schreibe Blogsachen). Pelle und Elvis haben vorhin mit Tellern jongliert (also mit so speziellen Zirkustellern, nicht mit unserem Geschirr). Wir müssen heute noch den Stall ausräumen. Da stehen alle Fahrräder drin und einiges Gerümpel. Da die Schafe hoffentlich Anfang Mai Lämmer bekommen, möchten wir einen fertigen Stall für Notfälle vorweisen können (falls es zum Beispiel noch Mal schneien sollte). Wir haben überlegt ob ich gleich Elvis noch die Haare schneiden soll, haben uns aber dagegen entschieden. Eigentlich wollte ich heute meine Haare pflegen, aber ich denke ich verschiebe das auf nächstes Wochenende. Ich wasche (und pflege und öle) meine Haare nur alle paar Wochen. Nachdem Waschen flechte ich sie zu zwei lockeren Zöpfen. Wenn sie dann nach zwei Tagen ganz trocken sind flechte ich sie in (zur Zeit sechs) Zöpfen auf meinem Kopf hin und her und stecke sie hoch. Ich hab da eine Technik erfunden bei der sie mit einem einzigen Zopfgummi halten. So hochgeflochten sehe ich die erste Zeit ein bisschen wie das strenge Fräulein Rottenmeier aus und nach ein paar Tagen hüpfen überall ein paar Haare aus den Zöpfen, die Frisur wird freundlicher und so laufe ich dann ungefähr sechs Wochen durch die Gegend. Bis es irgendwann so wild wird, dass ich das neu ordnen muss.
Arbeitszimmer [arbejdsværelse]
Das ist mein Arbeitszimmer, wenn es aufgeräumt ist.
Mein Rechner war zu alt. Dass er immer, wenn ich etwas an dem USB-Port ein- oder ausgesteckt habe, abgestürzt ist konnte ich gut einplanen. Und er war etwas langsam, aber das war okay für mich. Der Monitor kam einem immer sehr grob vor, wenn man zwischendurch mal mit einem aktuellen Macintoshmodell gearbeitet hatte. Aber ich mochte ihn trotzdem.
Dass unsereiner mit dem iPad/iPod/iPhone keine flashprogrammierten Internetinhalte betrachten darf nehme ich seit Jahren mit Grollen hin. Bei Youtube sind mittlerweile einige Videos im Flashformat abgelegt. Also gehe ich an meinen Rechner um die Videos anzuschauen. Vor zwei Wochen dann sagt Youtube zu mir, meine Flashversion sei leider zu alt. Also gehe ich los um die aktuelle Version zu besorgen. Und dann sagt Flash mir, dass mein Rechner zu alt ist. Für meinen Prozessor gibt es leider die aktuelle Flashversion nicht.
Zu alt fürs Internet.
Also musste etwas aktuelleres her. Und dann hat Elvis sich auf die Suche gemacht und hat einen aussortierten kleinen Rechner gefunden und wieder hübsch gemacht.
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